2. Rache ist Blutwurst
von Julien am 18.07.2005 um 10:34h GMT in Donegal Town.
Wenn man mal so spontan an Wales denkt, dann sollte man doch meinen, dass man Geld bekommen sollte, damit man dieses "Durchreiseland" betritt. Doch die Waliser scheinen da wohl anders über ihr Land zu denken. Wir mussten unglaubliche Summen aufbringen um die Grenze passieren zu dürfen. An sich eine recht hübsche Gegend, wenn nicht die exorbitant langen Namen auf diversen Schildern die Sicht auf jene versperren würden. Nach kurzem Umherirren in winzigen Dörfern fanden wir dann doch noch unseren Weg in die nächst grössere Stadt - Newport. Is nicht viel los dort. Aber ein Starbucks war zu meiner Überraschung und grossen Freude vorhanden. Leider schon geschlossen. Gerne hätte ich mir noch zu jener späten Stunde einen Koffeinschub verpassen lassen. Hiess es wohl die Stunden bis zum Morgengraün zu zählen um endlich einmal wieder in den Genuss eines guten Latte Machiattos zu kommen. Für guten Kaffee war also schon mal gesorgt. Nur B&Bs gab es keine. Nach einigen Erkundungsfahrten durch die Innenstadt und Fussgängerzonen - Kein Erfolg. Mal hier langgefahren, mal da abgebogen - plötzlich befanden wir uns wieder ausserhalb der Stadt. Mist. Wieder rein und nach einem kleinen Verfahrer standen wir plötzlich vor einem leuchtendem Schild - Bed and Breakfast. Von den Strapazen der Suche wie gelähmt, konnten wir dem äusserst schlechten Angebots des Inhabers - ich nenne ihn mal Arsch - nicht widerstehen. Wir mussten ganz gut Geld löhnen für einen scheiss Raum (nicht Ensuite), der genau über seiner Terasse war, auf der er meinte Grillen zu müssen. Es war an dem Tag allerdings so heiss, dass wir nicht einfach das Fenster hätten schliessen können. Toll. Ach, und Frühstück konnte er uns leider nicht machen. Er hat zwar erläutert, warum er dies nicht könne, das ging allerdings in seinem merkwürdigen Waliser Dialekt unter. Doch die Rache sollte unser sein. Während seine ach so tolle Grillparty in vollem Gange war, packten wir unser Notebook aus und hörten in gehobener Lautstärke gepflegt Heavy Metal. Hah. Die Runde ging dann wohl an uns. Am Morgen danach nutzen wir noch die Dusche neben unserem Raum, packten unsere Sachen, und entdeckten eine weitere Möglichkeit zur Rache. Das B&B verlassen, lieferten wir unser, nun um einen kleinen Löffel erweitertes Gepäck im Auto ab und gingen in die Innenstadt. Wir mussten ja frühstücken. Wenige Minuten nach unserer Flucht standen wir an dem einzigen Ort, an dem ich jetzt seien wollte - bei STARBUCKS an der Kasse. Einen Kaffee später hatte Julien drei Bücher und ich zwei DVDs gekauft. Schön. Aber was jetzt? Ich hatte schon eine Idee - wir hatten schon lange keinen Kaffee mehr getrunken. Schnell eingekehrt und bestellt. Genüsslich nippte ich an meiner Tasse Caramel Machiatto, als wir mit unseren Einkäufen bei STARBUCKS sassen und geektour.de aktualisierten.
Dann aber los nach Irland. Weg aus Newport. Wir mussten unserem nun düsteren, der Kriminalität gewidmeten Leben entfliehen und ein neüs auf der grünen Insel aufbaün. Doch schon früh versperrte uns ein Hindernis den Weg aus der Stadt. Ein Taxifahrer stand wild gestikulierend mit seinem Pkw genau vor uns. Was will der Affe denn? Wieso fährt der nicht rechts? Oh. Richtig. Schnell die Fahrbahn gewechselt und los. Einige Kilometer entfernt, standen wir nun mit unserem Mess-on-Wheels (so haben wir Juliens Karre getauft) in einer Schlange, um endlich auf die Fähre zu kommen. Unsere Lane konnte ein wenig weiterfahren. Wir kamen neben einem älteren Ehepaar wieder zum Stehen. Diese, zuvor mit vollgeöffneten Fenstern in ihrem BMW sitzenden Rentner, liessen binnen Sekunden ihre Fenster schliessen. Was sollte das denn? War das wegen uns? Stanken wir so sehr? Unbeeindruckt fuhren wir auf den Katamaran (schreibt man das so?). Weiter gehts einen Eintrag weiter oben.
PS: Ein Land weiter östlich musste ich feststellen, dass ich mein Duschkram in Wales vergessen hatte. Verdammt. Ein Punkt für den Arsch.
Felix
Dann aber los nach Irland. Weg aus Newport. Wir mussten unserem nun düsteren, der Kriminalität gewidmeten Leben entfliehen und ein neüs auf der grünen Insel aufbaün. Doch schon früh versperrte uns ein Hindernis den Weg aus der Stadt. Ein Taxifahrer stand wild gestikulierend mit seinem Pkw genau vor uns. Was will der Affe denn? Wieso fährt der nicht rechts? Oh. Richtig. Schnell die Fahrbahn gewechselt und los. Einige Kilometer entfernt, standen wir nun mit unserem Mess-on-Wheels (so haben wir Juliens Karre getauft) in einer Schlange, um endlich auf die Fähre zu kommen. Unsere Lane konnte ein wenig weiterfahren. Wir kamen neben einem älteren Ehepaar wieder zum Stehen. Diese, zuvor mit vollgeöffneten Fenstern in ihrem BMW sitzenden Rentner, liessen binnen Sekunden ihre Fenster schliessen. Was sollte das denn? War das wegen uns? Stanken wir so sehr? Unbeeindruckt fuhren wir auf den Katamaran (schreibt man das so?). Weiter gehts einen Eintrag weiter oben.
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