1. It is noice, isn't it? Noice, noice.
An einem schönen, sonnigen Morgen offenbarte sich uns folgendes: Möven sind scheisse! Die Mistviecher kacken einem alles voll. Nach Felix' Theorie, dass Möven am liebsten auf Objekte kacken, die die gleiche Farbe haben, wie sie selbst, müssten also alle englischen Möven rot sein und ein schwarzes Faltdach haben.
Über sollche Scheissthemen sinierend machten wir uns in die Innenstadt von Weymouth auf und waren im Internetcafe. Von dort aus begaben wir uns an den Strand, und flanierten filmenderweise an der Promenade entlang. Zu unserer grossen Freude gibt es in Weymouth weitaus weniger Omen.
Auf dem Weg durch Weymouth gingen wir in der Schule, in der ich damals die englische Sprache erlernt habe, vorbei, um Mr. Davies zu treffen. Der liegt aber leider im Krankenhaus, weil sein Staffordshireterrier ihn gebissen hat. Schade. Dennoch haben wir uns mit Mrs. Nash, der Lehrerin die mich bei meiner zweiten Sprachreise unterichtete, unterhalten. Ziemlich lange. Draussen vor der Schule sassen die Leader der wohl zwei oder drei Gruppen, die gerade dort sind. Fünf an der Zahl, davon vier in unserem Alter. Leider war kein männlicher dabei, mit dem wir uns unterhalten konnten, so mussten wir mit den ersten wirklich gutaussehenden Mädchen vorlieb nehmen, die wir bisher getroffen haben, und wurden mit den Missetaten der Kinder und Jugendlichen belohnt. Schliesslich mussten wir uns aber doch losreißen und gingen weiter zu den Stapeltons.
Bei selbigen trafen wir deren aktülle deutsche Sprachreisende, die zuvor nicht in der Schule gewesen waren. Richard und Martin aus dem Raum Berlin. 14 und 16 Jahre alt und beide schlecht in Englisch. Ziemlich schlecht. Wir sprachen ein wenig mit ihnen, natürlich auf Deutsch, und begleiteten sie dann in die Stadt. Auf dem Weg dorthin stellten wir fest, dass 14-Jährige ziemlich infantil sein können. "Raucht Ihr? Warum nicht? Warum ich rauche? Weil das... na cool ist. Und die anderen machen das doch auch. Aber erzählt's nicht den Leadern. OK?"
Julien
Der Plan war am Abend japanisch essen zu gehen. Guter Plan. War von Julien. So ziemlich alles, was mit Essen zu tun hat, entrpingt Juliens Hirn. Und da Juliens Hirn unbedingt meinte, dass wir noch gegen 0400h Mittagessen müssen, gingen wir in einen Laden in dem man Burger in sich geben kann. Wir bestellten also beide einen doppelten Quarterpounder With Cheese in Begleitung von ein paar Pommen und Salat mit nach Zwiebeln schmeckenden Zwiebeln. Dem Julien ist nämlich aufgefallen, dass jenes Gemüse im Land der Linksfahrer geschmackstechnisch nicht wirklich richtig konfiguriert zu sein scheint. Nach der Kaffeemisere hatten wir zu dem Zeitpunkt natürlich Angst, dass die Engländer wirklich alles Gute kaputt gemacht haben. Durch den korrekten Zwiebelgeschmack Wieder beruhigt, konnten wir unser Mal beenden und gemütlich von Dannen kugeln. Doch nach einigen Stunden des Nichtessens musste wir (zu meiner Überraschung auch Julien) feststellen, dass der Plan gekippt werden musste. Der nicht wiederkehrenden Hunger zwang uns förmlich dazu noch einmal das Kino zu besuchen. Auf dem Weg zum selbigen fanden wir uns plötzlich, wie vom Schicksal geführt in einem Amusement Laden vor einem DDR-Automaten wieder. Keine Frage, dass das Gerät getestet werdem musste. Nach grandiosen drei Tänzen konnten wir uns wieder losreissen und leicht nass zur Strandpromenade zurückkehren. Nachdem wir schon am vorigen Abend das Lichtspielhaus besuchten und uns Mr. & Mrs. Smith anguckten, fiel unsere Wahl auf Batman Begins. Da wir nach erfolgreicher Kartenerstehung noch einiges an Zeit hatten, setzten wir uns in das nächstgelegene Pub. Dort gönnte mir Julien sogar ein Bier. Jaja. Unglaublich besorgt um mein Wohlergehen bestellte er extra ein nicht so starkes. Nach der Waage zu urteilen, sehe ich glaub ich nicht aus, als könnte ich kein englisches Bier ab. Da es in dem Laden allerdings auch Karaoke gab war es dann doch vielleicht besser möglichst nüchtern zu bleiben. Einige Einheimische versuchten uns hartnäkig von einem Auftritt unserer Seits zu überzeugen. Glüklicherweise waren uns die Hände gebunden, da wir ja noch einen Film zu gucken hatten.
Felix
Der nächste Tag war geprägt von Aufbruchsstimmung. Es begann beim Frühstück. Das ältere Ehepaar am Nebentisch fragte uns erneut, von wo wir kommen und wann wir denn aufbrächen. Der Mann tat das noch in relativ verständlichem Englisch, doch die Ome schien etwas verwirrt zu sein, fragte sie uns doch, wie voll unser Flugzeug gewesen sei. Zumindest glauben wir, dass sie das fragte. "Hmmfullwssthäplaiiiine?" Am meisten verwundert wurden wir jedoch gegen Ende des Frühstücks, als man uns weiterhin eine gute Reise wünschte, denn der Mann fragte doch tatsächlich, ob wir denn auch der Meinung sein, dass die Wehrmachtsuniformen viel cooler aussahen, als die des Englischen Heeres, so wie er sie damals getragen hatte. So alt sind wir dann doch noch nicht.
Als nächstes ging es zu Garry und Lee Stapleton, um uns zu verabschieden. Man unterhielt sich noch ein bisschen, machte ein paar Foten und ging in einen Charityshop, um ein paar alte gebrauchte Bücher für < 1 Pfund zu kaufen. Und einen kleinen Kaffeetisch für Lee gabs da auch, denn sie hat ihren alten Couchtisch gegen einen Ikea-Flokati getauscht, dem eine gewisse Ähnlichkeit mit meinem Hund nicht zu verkennen ist. Schliesslich machten wir uns dann doch noch auf den Weg nach Stonehenge. Unterwegs sahen wir ein Schild mit einem English Heritage Zeichen. Eine gute Gelegenheit Felix' grade erst erworbene Mitgliedschaft auszunutzen. Es war natürlich irgendwie klar, dass genau neben uns ein Deutscher parkte. Das Schloss war allerdings nicht da. Stattdessen nur ein grosser Hügel. Und eine Menge Schafe. Achja, und der Eintritt war umsonst. Und kostenlos auch.
Von dort aus ging es weiter nach Stonehenge. Vor uns waren viele Autos und unter uns eine typische englische Strasse, qür durch die schönste Landschaft. Bis auf die diversen "Tank crossing" Schilder und die Rillen in der Strasse an diesen Stellen. Stonehenge selbst war crowded with people. Hauptsächlich Deutsche, wie wir schnell feststellen mussten, fanden wir uns doch bereits am Eingang mitten in einer Gruppe deutscher Sprachreisender wieder.
Zu Stonehenge selbst gibt es nicht all zu viel zu sagen. Vom Prinzip ein Haufen Steine, die wohl in den alten Druidenreligionen eine Rolle spielen. Es waren aber weder Nachtelfen noch Tauren da. Schade. Meine Theorie, dass es sich um einen Ufenlandeplatz handelt, haben wir schnell wieder verworfen, denn es gibt ja bekanntlich keine Ufen, wie wir demnächst mit diversen Aufnahmen beweisen werden.
Jetzt ging es weiter nach Bristol, um ein B&B zu suchen. Unterwegs kamen wir in der schönen Stadt Bath vorbei, in der es nicht nur schöne Häuser, sondern endlich auch mal schöne Studentinnen gibt. Aber wir hatten ja einen Zeitplan einzuhalten, also ging die Reise weiter nach Bristol zur Unterkunftsuche. Leider trug das keine Früchte. Die Jugendherberge war, wie erwartet, voll, und auch die B&Bs auf der Liste der Jugendherberge waren natürlich alle schon belegt. Das einzig andere erwähnenswerte bleibt der Linkslenker mit dem vertrauten Nummernschild und der Gruppe Deutscher darin. Man tauschte freundliche Worte aus und fuhr weiter. Ziellos durch Bristol. Nach einiger Zeit fassten wir kurzerhand den Entschluss, einfach weiter nach Wales zu fahren.
Leichter gesagt als getan, denn erst einmal mussten wir aus Bristol herausfinden. Es sah so aus, als befänden wir uns in einer absoluten Bonzengegend. Mehrere Meter hohe Hecken und Maürn mit Türmchen. Irgendwann fanden wir doch noch den richtigen Weg und fuhren sogleich über die grosse Brücke nach Wales. Und wie es von dort aus weitergeht, steht einen Eintrag weiter oben... ;)
Julien
von Julien am 18.07.2005 um 10:34h GMT in Donegal Town.
An einem schönen, sonnigen Morgen offenbarte sich uns folgendes: Möven sind scheisse! Die Mistviecher kacken einem alles voll. Nach Felix' Theorie, dass Möven am liebsten auf Objekte kacken, die die gleiche Farbe haben, wie sie selbst, müssten also alle englischen Möven rot sein und ein schwarzes Faltdach haben.
Über sollche Scheissthemen sinierend machten wir uns in die Innenstadt von Weymouth auf und waren im Internetcafe. Von dort aus begaben wir uns an den Strand, und flanierten filmenderweise an der Promenade entlang. Zu unserer grossen Freude gibt es in Weymouth weitaus weniger Omen.
Auf dem Weg durch Weymouth gingen wir in der Schule, in der ich damals die englische Sprache erlernt habe, vorbei, um Mr. Davies zu treffen. Der liegt aber leider im Krankenhaus, weil sein Staffordshireterrier ihn gebissen hat. Schade. Dennoch haben wir uns mit Mrs. Nash, der Lehrerin die mich bei meiner zweiten Sprachreise unterichtete, unterhalten. Ziemlich lange. Draussen vor der Schule sassen die Leader der wohl zwei oder drei Gruppen, die gerade dort sind. Fünf an der Zahl, davon vier in unserem Alter. Leider war kein männlicher dabei, mit dem wir uns unterhalten konnten, so mussten wir mit den ersten wirklich gutaussehenden Mädchen vorlieb nehmen, die wir bisher getroffen haben, und wurden mit den Missetaten der Kinder und Jugendlichen belohnt. Schliesslich mussten wir uns aber doch losreißen und gingen weiter zu den Stapeltons.
Bei selbigen trafen wir deren aktülle deutsche Sprachreisende, die zuvor nicht in der Schule gewesen waren. Richard und Martin aus dem Raum Berlin. 14 und 16 Jahre alt und beide schlecht in Englisch. Ziemlich schlecht. Wir sprachen ein wenig mit ihnen, natürlich auf Deutsch, und begleiteten sie dann in die Stadt. Auf dem Weg dorthin stellten wir fest, dass 14-Jährige ziemlich infantil sein können. "Raucht Ihr? Warum nicht? Warum ich rauche? Weil das... na cool ist. Und die anderen machen das doch auch. Aber erzählt's nicht den Leadern. OK?"
Julien
Der Plan war am Abend japanisch essen zu gehen. Guter Plan. War von Julien. So ziemlich alles, was mit Essen zu tun hat, entrpingt Juliens Hirn. Und da Juliens Hirn unbedingt meinte, dass wir noch gegen 0400h Mittagessen müssen, gingen wir in einen Laden in dem man Burger in sich geben kann. Wir bestellten also beide einen doppelten Quarterpounder With Cheese in Begleitung von ein paar Pommen und Salat mit nach Zwiebeln schmeckenden Zwiebeln. Dem Julien ist nämlich aufgefallen, dass jenes Gemüse im Land der Linksfahrer geschmackstechnisch nicht wirklich richtig konfiguriert zu sein scheint. Nach der Kaffeemisere hatten wir zu dem Zeitpunkt natürlich Angst, dass die Engländer wirklich alles Gute kaputt gemacht haben. Durch den korrekten Zwiebelgeschmack Wieder beruhigt, konnten wir unser Mal beenden und gemütlich von Dannen kugeln. Doch nach einigen Stunden des Nichtessens musste wir (zu meiner Überraschung auch Julien) feststellen, dass der Plan gekippt werden musste. Der nicht wiederkehrenden Hunger zwang uns förmlich dazu noch einmal das Kino zu besuchen. Auf dem Weg zum selbigen fanden wir uns plötzlich, wie vom Schicksal geführt in einem Amusement Laden vor einem DDR-Automaten wieder. Keine Frage, dass das Gerät getestet werdem musste. Nach grandiosen drei Tänzen konnten wir uns wieder losreissen und leicht nass zur Strandpromenade zurückkehren. Nachdem wir schon am vorigen Abend das Lichtspielhaus besuchten und uns Mr. & Mrs. Smith anguckten, fiel unsere Wahl auf Batman Begins. Da wir nach erfolgreicher Kartenerstehung noch einiges an Zeit hatten, setzten wir uns in das nächstgelegene Pub. Dort gönnte mir Julien sogar ein Bier. Jaja. Unglaublich besorgt um mein Wohlergehen bestellte er extra ein nicht so starkes. Nach der Waage zu urteilen, sehe ich glaub ich nicht aus, als könnte ich kein englisches Bier ab. Da es in dem Laden allerdings auch Karaoke gab war es dann doch vielleicht besser möglichst nüchtern zu bleiben. Einige Einheimische versuchten uns hartnäkig von einem Auftritt unserer Seits zu überzeugen. Glüklicherweise waren uns die Hände gebunden, da wir ja noch einen Film zu gucken hatten.
Felix
Der nächste Tag war geprägt von Aufbruchsstimmung. Es begann beim Frühstück. Das ältere Ehepaar am Nebentisch fragte uns erneut, von wo wir kommen und wann wir denn aufbrächen. Der Mann tat das noch in relativ verständlichem Englisch, doch die Ome schien etwas verwirrt zu sein, fragte sie uns doch, wie voll unser Flugzeug gewesen sei. Zumindest glauben wir, dass sie das fragte. "Hmmfullwssthäplaiiiine?" Am meisten verwundert wurden wir jedoch gegen Ende des Frühstücks, als man uns weiterhin eine gute Reise wünschte, denn der Mann fragte doch tatsächlich, ob wir denn auch der Meinung sein, dass die Wehrmachtsuniformen viel cooler aussahen, als die des Englischen Heeres, so wie er sie damals getragen hatte. So alt sind wir dann doch noch nicht.
Als nächstes ging es zu Garry und Lee Stapleton, um uns zu verabschieden. Man unterhielt sich noch ein bisschen, machte ein paar Foten und ging in einen Charityshop, um ein paar alte gebrauchte Bücher für < 1 Pfund zu kaufen. Und einen kleinen Kaffeetisch für Lee gabs da auch, denn sie hat ihren alten Couchtisch gegen einen Ikea-Flokati getauscht, dem eine gewisse Ähnlichkeit mit meinem Hund nicht zu verkennen ist. Schliesslich machten wir uns dann doch noch auf den Weg nach Stonehenge. Unterwegs sahen wir ein Schild mit einem English Heritage Zeichen. Eine gute Gelegenheit Felix' grade erst erworbene Mitgliedschaft auszunutzen. Es war natürlich irgendwie klar, dass genau neben uns ein Deutscher parkte. Das Schloss war allerdings nicht da. Stattdessen nur ein grosser Hügel. Und eine Menge Schafe. Achja, und der Eintritt war umsonst. Und kostenlos auch.
Von dort aus ging es weiter nach Stonehenge. Vor uns waren viele Autos und unter uns eine typische englische Strasse, qür durch die schönste Landschaft. Bis auf die diversen "Tank crossing" Schilder und die Rillen in der Strasse an diesen Stellen. Stonehenge selbst war crowded with people. Hauptsächlich Deutsche, wie wir schnell feststellen mussten, fanden wir uns doch bereits am Eingang mitten in einer Gruppe deutscher Sprachreisender wieder.
Zu Stonehenge selbst gibt es nicht all zu viel zu sagen. Vom Prinzip ein Haufen Steine, die wohl in den alten Druidenreligionen eine Rolle spielen. Es waren aber weder Nachtelfen noch Tauren da. Schade. Meine Theorie, dass es sich um einen Ufenlandeplatz handelt, haben wir schnell wieder verworfen, denn es gibt ja bekanntlich keine Ufen, wie wir demnächst mit diversen Aufnahmen beweisen werden.
Jetzt ging es weiter nach Bristol, um ein B&B zu suchen. Unterwegs kamen wir in der schönen Stadt Bath vorbei, in der es nicht nur schöne Häuser, sondern endlich auch mal schöne Studentinnen gibt. Aber wir hatten ja einen Zeitplan einzuhalten, also ging die Reise weiter nach Bristol zur Unterkunftsuche. Leider trug das keine Früchte. Die Jugendherberge war, wie erwartet, voll, und auch die B&Bs auf der Liste der Jugendherberge waren natürlich alle schon belegt. Das einzig andere erwähnenswerte bleibt der Linkslenker mit dem vertrauten Nummernschild und der Gruppe Deutscher darin. Man tauschte freundliche Worte aus und fuhr weiter. Ziellos durch Bristol. Nach einiger Zeit fassten wir kurzerhand den Entschluss, einfach weiter nach Wales zu fahren.
Leichter gesagt als getan, denn erst einmal mussten wir aus Bristol herausfinden. Es sah so aus, als befänden wir uns in einer absoluten Bonzengegend. Mehrere Meter hohe Hecken und Maürn mit Türmchen. Irgendwann fanden wir doch noch den richtigen Weg und fuhren sogleich über die grosse Brücke nach Wales. Und wie es von dort aus weitergeht, steht einen Eintrag weiter oben... ;)
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