Die Flucht von der Insel
von Felix am 26.07.2005 um 13:12h GMT in Hannover, Deutschland.
Nach erfolgreichem Frühstück und unserer Headbangaktion (mir schmerzt immer noch der Nacken) brachen wir dann so gegen elf wieder auf. Gesetztes Ziel – Dover. Ich fuhr. Auf dem Weg durch Birmingham konnten wir zwar noch ein Hard Rock Café entdecken, es allerdings nicht besuchen, da wir weiter wollten und auf die Schnelle kein geeigneten Parkplatz gefunden hätten. Also weiter im Programm. Erst mal Richtung London. Wie auch nicht anders zu erwarten musste ja dann irgendwann ein Stau kommen. Wir, gewitzt wie wir nun einmal sind bei der ersten Gelegenheit von der Autobahn abgefahren und über Schleichwege von einer anderen Seite wieder herangepirscht. Während eben jener Pirsch waren wir noch in der Lage einen „Morrison’s“- Supermarkt zu entdecken, in dem Julien sich erst mal mit Bergen von Chips und Tee eindecken konnte. Es war am regnen. Gut die Hälfte nach Dover hatten wir hinter uns. Wechsel. Ich wurde zum Copiloten degradiert. Wieder zurück auf der Autobahn ging es weiter. Leider nicht lange. Wieder Stau. Der war aber dann recht schnell überwunden. Ähnliche, wie der Rest der Fahrt.
In Dover angekommen suchten wir noch flugs eine Bleibe, die zwar dieses Mal nicht billig, dafür aber sehr gut war. Man muss ja auch irgendwie das Restgeld loswerden. Sachen ins Zimmer geschleppt, kurz ausgeruht und wieder ab in die Innenstadt. Da wir dem Auto aber mal eine Ruhe gönnen wollten, wanderten wir bergab zum benötigten Internet Café. Dort angekommen mussten wir leider zu Juliens Unzufriedenheit – er trug nämlich die ganze Zeit sein Bonzenbrett mit sich– feststellen, dass der Laden sonntags geschlossen war. Tja. Kommen wir eben am nächsten morgen wieder hin. Die scheinen ja um neun aufzumachen. Da wir ja zum Hafen wollten um die Karten für die Fähre zu kaufen, trotteten wir weiter. Im Vorbeigehen noch ein chinesisches Restaurant ausfindig gemacht und für eine mögliche Wiederkehr vorgemerkt. Nach einem kleineren Fußmarsch war der Hafen in Sicht. Erst bei P&O Ferries erkundigt – 80 Pfund. Teurer als gedacht. Einen Schalter weiter bei Seafrance ein zweites Angebot abgeholt – 57,50. Das hörte sich doch schon besser an. Mit einem recht mulmigen Gefühl im Magen (war ja schließlich französisch das Ding) entschieden wir uns für die günstigere Variante. Wunderbar. Nebenan war ein kleines Café. Angestellt, gewartet und bestellt – Zwei Latte Machiatto. Doch mit der Gegenfrage rechnete ich nicht: „Tea or Hotchocolat?“ - „Äh, Latte Machiatto.“ – „Tea or Hotchocolat?“. An was für einen Typen waren wir denn da geraten? – „Tea or Hotchocolat?“ – Um Gottes Willen, nichts davon! Nach weiterem hin und her stellte sich heraus, dass das die einzigen beiden Getränke waren, die sie zu der Zeit anboten. Und die nennen sich Café Ritazzo. Püh. Dann eben nichts. Pech gehabt.
Nächstes Ziel - Essen. Der Chinese. Immer noch verwirrt von dem Mann im „Café“, trabten wir in Richtung Restaurant. Doch plötzlich mussten wir ein abartiges Kreischen mit anhören. Was war das denn? Das Geschrei kam von einem Schornstein links von uns. Eine Möwe hielt, auf dem Schornstein stehend eine andere Möwe, neben dem Schornstein hängend mit dem Schnabel am Flügel fest. War das eine Rettungsaktion, oder ein Attentat? Wusste die eine Möwe nicht, dass die andere Möwe auch fliegen konnte und wollte sie sie deshalb vor dem sicheren Tod bewahren? Das Gebrüll kam natürlich von der hängenden Möwe, die wahrscheinlich lautstark versuchte ihren Artgenossen davon zu überzeugen, dass ihr nichts passieren würde, wenn sie sie doch nur losließe. Irgendwann war dann die Rettungsmöwe von dem Gejammer der anderen so genervt, dass sie, wahrscheinlich in der Absicht, dass der Aufprall auf dem Boden dem Geschrei ein Ende setzen würde einfach den Schnabel öffnete. Dies nutzte die laute Möwe natürlich aus und flog davon. Welch ein Schauspiel.
Lebende Tiere zu beobachten trug allerdings dazu bei, dass unser Verlangen tote Tiere zu verspeisen immer größer wurde. Schnell weiter. Beim Chinesen angekommen, durften wir feststellen, dass es dort Buffet gab. Wunderbar. Soviel essen, wie man wollte. Das ließ Juliens Herz höher schlagen. Einige tote Tiere später kugelten wir wieder zum B&B. Ich las noch sehr viel und Julien schlief. Fressnarkose, wie Julien immer zu sagen pflegt.
Um sieben wieder aufgestanden. Geduscht, gefrühstückt, gepackt und los. In der Nähe der Innenstadt geparkt und bei strömendem Regen zum Internet. Das Gebäude war zwar auf, aber der Internetteil nicht. Mist. Julien war sauer. Sehr sauer. Im Regen wieder zurück. Ins Auto gesetzt und Internet versucht. Es funktionierte. Gut. Längere Zeit am Straßenrand gestanden und dann los zum Hafen. Im Auto auf die Fähre gewartet. Gelesen. Im Schiff auf die Ankunft gewartet. Gelesen. Buch durch. Cappuccino getrunken. Mit dem Auto raus. Dann schnell raus aus Frankreich. Wir sind dann erst in Deutschland auf den ersten Stau gestoßen. Es kam uns aber irgendwie so vor, als wenn es in ganz Europa regnen würde. Wir hatten keine trockene Straße auf dem Weg nach Hannover. Aber gut.
Jetzt sind wir wieder da.
In Dover angekommen suchten wir noch flugs eine Bleibe, die zwar dieses Mal nicht billig, dafür aber sehr gut war. Man muss ja auch irgendwie das Restgeld loswerden. Sachen ins Zimmer geschleppt, kurz ausgeruht und wieder ab in die Innenstadt. Da wir dem Auto aber mal eine Ruhe gönnen wollten, wanderten wir bergab zum benötigten Internet Café. Dort angekommen mussten wir leider zu Juliens Unzufriedenheit – er trug nämlich die ganze Zeit sein Bonzenbrett mit sich– feststellen, dass der Laden sonntags geschlossen war. Tja. Kommen wir eben am nächsten morgen wieder hin. Die scheinen ja um neun aufzumachen. Da wir ja zum Hafen wollten um die Karten für die Fähre zu kaufen, trotteten wir weiter. Im Vorbeigehen noch ein chinesisches Restaurant ausfindig gemacht und für eine mögliche Wiederkehr vorgemerkt. Nach einem kleineren Fußmarsch war der Hafen in Sicht. Erst bei P&O Ferries erkundigt – 80 Pfund. Teurer als gedacht. Einen Schalter weiter bei Seafrance ein zweites Angebot abgeholt – 57,50. Das hörte sich doch schon besser an. Mit einem recht mulmigen Gefühl im Magen (war ja schließlich französisch das Ding) entschieden wir uns für die günstigere Variante. Wunderbar. Nebenan war ein kleines Café. Angestellt, gewartet und bestellt – Zwei Latte Machiatto. Doch mit der Gegenfrage rechnete ich nicht: „Tea or Hotchocolat?“ - „Äh, Latte Machiatto.“ – „Tea or Hotchocolat?“. An was für einen Typen waren wir denn da geraten? – „Tea or Hotchocolat?“ – Um Gottes Willen, nichts davon! Nach weiterem hin und her stellte sich heraus, dass das die einzigen beiden Getränke waren, die sie zu der Zeit anboten. Und die nennen sich Café Ritazzo. Püh. Dann eben nichts. Pech gehabt.
Nächstes Ziel - Essen. Der Chinese. Immer noch verwirrt von dem Mann im „Café“, trabten wir in Richtung Restaurant. Doch plötzlich mussten wir ein abartiges Kreischen mit anhören. Was war das denn? Das Geschrei kam von einem Schornstein links von uns. Eine Möwe hielt, auf dem Schornstein stehend eine andere Möwe, neben dem Schornstein hängend mit dem Schnabel am Flügel fest. War das eine Rettungsaktion, oder ein Attentat? Wusste die eine Möwe nicht, dass die andere Möwe auch fliegen konnte und wollte sie sie deshalb vor dem sicheren Tod bewahren? Das Gebrüll kam natürlich von der hängenden Möwe, die wahrscheinlich lautstark versuchte ihren Artgenossen davon zu überzeugen, dass ihr nichts passieren würde, wenn sie sie doch nur losließe. Irgendwann war dann die Rettungsmöwe von dem Gejammer der anderen so genervt, dass sie, wahrscheinlich in der Absicht, dass der Aufprall auf dem Boden dem Geschrei ein Ende setzen würde einfach den Schnabel öffnete. Dies nutzte die laute Möwe natürlich aus und flog davon. Welch ein Schauspiel.
Lebende Tiere zu beobachten trug allerdings dazu bei, dass unser Verlangen tote Tiere zu verspeisen immer größer wurde. Schnell weiter. Beim Chinesen angekommen, durften wir feststellen, dass es dort Buffet gab. Wunderbar. Soviel essen, wie man wollte. Das ließ Juliens Herz höher schlagen. Einige tote Tiere später kugelten wir wieder zum B&B. Ich las noch sehr viel und Julien schlief. Fressnarkose, wie Julien immer zu sagen pflegt.
Um sieben wieder aufgestanden. Geduscht, gefrühstückt, gepackt und los. In der Nähe der Innenstadt geparkt und bei strömendem Regen zum Internet. Das Gebäude war zwar auf, aber der Internetteil nicht. Mist. Julien war sauer. Sehr sauer. Im Regen wieder zurück. Ins Auto gesetzt und Internet versucht. Es funktionierte. Gut. Längere Zeit am Straßenrand gestanden und dann los zum Hafen. Im Auto auf die Fähre gewartet. Gelesen. Im Schiff auf die Ankunft gewartet. Gelesen. Buch durch. Cappuccino getrunken. Mit dem Auto raus. Dann schnell raus aus Frankreich. Wir sind dann erst in Deutschland auf den ersten Stau gestoßen. Es kam uns aber irgendwie so vor, als wenn es in ganz Europa regnen würde. Wir hatten keine trockene Straße auf dem Weg nach Hannover. Aber gut.
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Christian meint:
wb
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