Die Flucht von der Insel
von Felix am 26.07.2005 um 13:12h GMT in Hannover, Deutschland. Kommentare (1)
Nach erfolgreichem Frühstück und unserer Headbangaktion (mir schmerzt immer noch der Nacken) brachen wir dann so gegen elf wieder auf. Gesetztes Ziel – Dover. Ich fuhr. Auf dem Weg durch Birmingham konnten wir zwar noch ein Hard Rock Café entdecken, es allerdings nicht besuchen, da wir weiter wollten und auf die Schnelle kein geeigneten Parkplatz gefunden hätten. Also weiter im Programm. Erst mal Richtung London. Wie auch nicht anders zu erwarten musste ja dann irgendwann ein Stau kommen. Wir, gewitzt wie wir nun einmal sind bei der ersten Gelegenheit von der Autobahn abgefahren und über Schleichwege von einer anderen Seite wieder herangepirscht. Während eben jener Pirsch waren wir noch in der Lage einen „Morrison’s“- Supermarkt zu entdecken, in dem Julien sich erst mal mit Bergen von Chips und Tee eindecken konnte. Es war am regnen. Gut die Hälfte nach Dover hatten wir hinter uns. Wechsel. Ich wurde zum Copiloten degradiert. Wieder zurück auf der Autobahn ging es weiter. Leider nicht lange. Wieder Stau. Der war aber dann recht schnell überwunden. Ähnliche, wie der Rest der Fahrt.
In Dover angekommen suchten wir noch flugs eine Bleibe, die zwar dieses Mal nicht billig, dafür aber sehr gut war. Man muss ja auch irgendwie das Restgeld loswerden. Sachen ins Zimmer geschleppt, kurz ausgeruht und wieder ab in die Innenstadt. Da wir dem Auto aber mal eine Ruhe gönnen wollten, wanderten wir bergab zum benötigten Internet Café. Dort angekommen mussten wir leider zu Juliens Unzufriedenheit – er trug nämlich die ganze Zeit sein Bonzenbrett mit sich– feststellen, dass der Laden sonntags geschlossen war. Tja. Kommen wir eben am nächsten morgen wieder hin. Die scheinen ja um neun aufzumachen. Da wir ja zum Hafen wollten um die Karten für die Fähre zu kaufen, trotteten wir weiter. Im Vorbeigehen noch ein chinesisches Restaurant ausfindig gemacht und für eine mögliche Wiederkehr vorgemerkt. Nach einem kleineren Fußmarsch war der Hafen in Sicht. Erst bei P&O Ferries erkundigt – 80 Pfund. Teurer als gedacht. Einen Schalter weiter bei Seafrance ein zweites Angebot abgeholt – 57,50. Das hörte sich doch schon besser an. Mit einem recht mulmigen Gefühl im Magen (war ja schließlich französisch das Ding) entschieden wir uns für die günstigere Variante. Wunderbar. Nebenan war ein kleines Café. Angestellt, gewartet und bestellt – Zwei Latte Machiatto. Doch mit der Gegenfrage rechnete ich nicht: „Tea or Hotchocolat?“ - „Äh, Latte Machiatto.“ – „Tea or Hotchocolat?“. An was für einen Typen waren wir denn da geraten? – „Tea or Hotchocolat?“ – Um Gottes Willen, nichts davon! Nach weiterem hin und her stellte sich heraus, dass das die einzigen beiden Getränke waren, die sie zu der Zeit anboten. Und die nennen sich Café Ritazzo. Püh. Dann eben nichts. Pech gehabt.
Nächstes Ziel - Essen. Der Chinese. Immer noch verwirrt von dem Mann im „Café“, trabten wir in Richtung Restaurant. Doch plötzlich mussten wir ein abartiges Kreischen mit anhören. Was war das denn? Das Geschrei kam von einem Schornstein links von uns. Eine Möwe hielt, auf dem Schornstein stehend eine andere Möwe, neben dem Schornstein hängend mit dem Schnabel am Flügel fest. War das eine Rettungsaktion, oder ein Attentat? Wusste die eine Möwe nicht, dass die andere Möwe auch fliegen konnte und wollte sie sie deshalb vor dem sicheren Tod bewahren? Das Gebrüll kam natürlich von der hängenden Möwe, die wahrscheinlich lautstark versuchte ihren Artgenossen davon zu überzeugen, dass ihr nichts passieren würde, wenn sie sie doch nur losließe. Irgendwann war dann die Rettungsmöwe von dem Gejammer der anderen so genervt, dass sie, wahrscheinlich in der Absicht, dass der Aufprall auf dem Boden dem Geschrei ein Ende setzen würde einfach den Schnabel öffnete. Dies nutzte die laute Möwe natürlich aus und flog davon. Welch ein Schauspiel.
Lebende Tiere zu beobachten trug allerdings dazu bei, dass unser Verlangen tote Tiere zu verspeisen immer größer wurde. Schnell weiter. Beim Chinesen angekommen, durften wir feststellen, dass es dort Buffet gab. Wunderbar. Soviel essen, wie man wollte. Das ließ Juliens Herz höher schlagen. Einige tote Tiere später kugelten wir wieder zum B&B. Ich las noch sehr viel und Julien schlief. Fressnarkose, wie Julien immer zu sagen pflegt.
Um sieben wieder aufgestanden. Geduscht, gefrühstückt, gepackt und los. In der Nähe der Innenstadt geparkt und bei strömendem Regen zum Internet. Das Gebäude war zwar auf, aber der Internetteil nicht. Mist. Julien war sauer. Sehr sauer. Im Regen wieder zurück. Ins Auto gesetzt und Internet versucht. Es funktionierte. Gut. Längere Zeit am Straßenrand gestanden und dann los zum Hafen. Im Auto auf die Fähre gewartet. Gelesen. Im Schiff auf die Ankunft gewartet. Gelesen. Buch durch. Cappuccino getrunken. Mit dem Auto raus. Dann schnell raus aus Frankreich. Wir sind dann erst in Deutschland auf den ersten Stau gestoßen. Es kam uns aber irgendwie so vor, als wenn es in ganz Europa regnen würde. Wir hatten keine trockene Straße auf dem Weg nach Hannover. Aber gut.
Jetzt sind wir wieder da.
In Dover angekommen suchten wir noch flugs eine Bleibe, die zwar dieses Mal nicht billig, dafür aber sehr gut war. Man muss ja auch irgendwie das Restgeld loswerden. Sachen ins Zimmer geschleppt, kurz ausgeruht und wieder ab in die Innenstadt. Da wir dem Auto aber mal eine Ruhe gönnen wollten, wanderten wir bergab zum benötigten Internet Café. Dort angekommen mussten wir leider zu Juliens Unzufriedenheit – er trug nämlich die ganze Zeit sein Bonzenbrett mit sich– feststellen, dass der Laden sonntags geschlossen war. Tja. Kommen wir eben am nächsten morgen wieder hin. Die scheinen ja um neun aufzumachen. Da wir ja zum Hafen wollten um die Karten für die Fähre zu kaufen, trotteten wir weiter. Im Vorbeigehen noch ein chinesisches Restaurant ausfindig gemacht und für eine mögliche Wiederkehr vorgemerkt. Nach einem kleineren Fußmarsch war der Hafen in Sicht. Erst bei P&O Ferries erkundigt – 80 Pfund. Teurer als gedacht. Einen Schalter weiter bei Seafrance ein zweites Angebot abgeholt – 57,50. Das hörte sich doch schon besser an. Mit einem recht mulmigen Gefühl im Magen (war ja schließlich französisch das Ding) entschieden wir uns für die günstigere Variante. Wunderbar. Nebenan war ein kleines Café. Angestellt, gewartet und bestellt – Zwei Latte Machiatto. Doch mit der Gegenfrage rechnete ich nicht: „Tea or Hotchocolat?“ - „Äh, Latte Machiatto.“ – „Tea or Hotchocolat?“. An was für einen Typen waren wir denn da geraten? – „Tea or Hotchocolat?“ – Um Gottes Willen, nichts davon! Nach weiterem hin und her stellte sich heraus, dass das die einzigen beiden Getränke waren, die sie zu der Zeit anboten. Und die nennen sich Café Ritazzo. Püh. Dann eben nichts. Pech gehabt.
Nächstes Ziel - Essen. Der Chinese. Immer noch verwirrt von dem Mann im „Café“, trabten wir in Richtung Restaurant. Doch plötzlich mussten wir ein abartiges Kreischen mit anhören. Was war das denn? Das Geschrei kam von einem Schornstein links von uns. Eine Möwe hielt, auf dem Schornstein stehend eine andere Möwe, neben dem Schornstein hängend mit dem Schnabel am Flügel fest. War das eine Rettungsaktion, oder ein Attentat? Wusste die eine Möwe nicht, dass die andere Möwe auch fliegen konnte und wollte sie sie deshalb vor dem sicheren Tod bewahren? Das Gebrüll kam natürlich von der hängenden Möwe, die wahrscheinlich lautstark versuchte ihren Artgenossen davon zu überzeugen, dass ihr nichts passieren würde, wenn sie sie doch nur losließe. Irgendwann war dann die Rettungsmöwe von dem Gejammer der anderen so genervt, dass sie, wahrscheinlich in der Absicht, dass der Aufprall auf dem Boden dem Geschrei ein Ende setzen würde einfach den Schnabel öffnete. Dies nutzte die laute Möwe natürlich aus und flog davon. Welch ein Schauspiel.
Lebende Tiere zu beobachten trug allerdings dazu bei, dass unser Verlangen tote Tiere zu verspeisen immer größer wurde. Schnell weiter. Beim Chinesen angekommen, durften wir feststellen, dass es dort Buffet gab. Wunderbar. Soviel essen, wie man wollte. Das ließ Juliens Herz höher schlagen. Einige tote Tiere später kugelten wir wieder zum B&B. Ich las noch sehr viel und Julien schlief. Fressnarkose, wie Julien immer zu sagen pflegt.
Um sieben wieder aufgestanden. Geduscht, gefrühstückt, gepackt und los. In der Nähe der Innenstadt geparkt und bei strömendem Regen zum Internet. Das Gebäude war zwar auf, aber der Internetteil nicht. Mist. Julien war sauer. Sehr sauer. Im Regen wieder zurück. Ins Auto gesetzt und Internet versucht. Es funktionierte. Gut. Längere Zeit am Straßenrand gestanden und dann los zum Hafen. Im Auto auf die Fähre gewartet. Gelesen. Im Schiff auf die Ankunft gewartet. Gelesen. Buch durch. Cappuccino getrunken. Mit dem Auto raus. Dann schnell raus aus Frankreich. Wir sind dann erst in Deutschland auf den ersten Stau gestoßen. Es kam uns aber irgendwie so vor, als wenn es in ganz Europa regnen würde. Wir hatten keine trockene Straße auf dem Weg nach Hannover. Aber gut.
Jetzt sind wir wieder da.
von Felix am 26.07.2005 um 13:12h GMT in Hannover, Deutschland. Kommentare (1)
Im Land der gelben Nummernschilder
von Julien am 25.07.2005 um 09:36h GMT in Dover, irgendwo auf der Strasse. Kommentare (0)
Sind am Morgen nochmal in die Stadt gewackelt. War immer noch bevölkert von Hippen. Musiker und andere Schausteller an allen Ecken. Dem mussten wir auf irgendeine Weise entfliehen. Schnell in den nächsten CD-Laden gestürmt und die Regale durchstöbert. Haben sogar den OC OST für Florian bekommen. Da er uns allerdings eine SMS geschickt hat, dass er die Platte dann doch bei amazon.co.uk bestellen wollte, wissen wir jetzt natürlich nicht, ob er sie uns überhaupt abnehmen will. Naja, notfalls nehme ich sie einfach für mich. Noch weitere Sachen ausgesucht und ab zur Kasse, an der ein langhaariger Kerl stand und bereit war uns zu bedienen. Dann kam es zur Bezahlung. Ich zückte meine Kreditkarte und überreicht sie dem potentiellen Metaller. Er packte meine ertstandenen Sachen noch schnell in eine Tüte und während ich den Bon unterschrieb warf er noch ein Blick auf die Rückseite der Visakarte. Dort ist ein etwas veraltetes Bild von mir zu bewundern, auf dem ich haartechnische etwas ärmer bin. Der bärtige Kassierer gab mit einem kurzen "Ha ha" und einem "Cool" zu verstehen, dass ihm meine jetzige Haarpracht doch schon eher zusagte. Sehr gut. Wieder auf die Strasse gewagt, sahen wir den Teufel. Er stand auf einem kleinen Podest. Es kann sich einfach nur um den leiblichen Satan gehandelt haben, denn unsere Evil Horns wurden freudig aufgenommen und von seiner Erhöhung weiter verbreitet. Trotz dessen, dass unser Landlord in Galway uns von einem Besuch von Limerick abriet, wollten wir unser Glück dort versuchen. Der erste Versuch die Stadt in Richtung Südeosten zu verlassen scheitere leider an der Tatsache, dass wir nach Nordwesten fuhren. Tja. Kurz vor Limerick noch ein Aldi besucht (war sogar sehr sauber da drinnen) und weiter rein nach Limerick. Dieses Mal hatten wir uns fest vorgenommen ein Hostel aufzusuchen. Im Tourismuscenter vorbeigefahren, die benötigten Informationen abgeholt und zum Hostel geschlichen. Stau. Unsere geduldigen Bemühungen wurden trauriger Weise nicht belohnt. Der Rezeptionist verlangte satte 25 Euren für ein zimmer. Und zum Frühstück hätte es nur Müll gegeben. Da holten wir uns doch lieber ein B&B für unwesentlich mehr geldlichen Aufwand. Auf der Suche nach einer Unterkunft kamen wir zu einem Haus, an dem nur ein Schild hang: "I am away for 5 minutes, please call Christine." Wir haben Christine nie angerufen. Nach weiterem Suchen wurden wir dann auch fündig. Nicht weit von der Innenstadt, in einem kleinen vorort-ähnlichem Gebiet. Sehr nett. Hat uns ne Ewigkeit erklärt, wo wir was in der Stadt finden. Super. Wir wollten nur nicht zu den Sachen, die sie da erwähnte. Nett war es aber trotzdem. Wieder losgefahren und ab ins Kino. Ja, schon wieder. Dieses Mal war es FANTASTIC FOUR. War gut der Film. Besser als WAR OF THE WORLDS. Zwar kein Überfilm, aber unterhaltend. Uns wurde aber nicht wirklich erlaubt den Abspann anzusehen. Die Iren waren wieder alle binnen Sekunden aus dem Saal verschwunden, obwohl im Abspann selbst sogar noch Filmmaterial zu sehen war. Banausen. Wir blieben natürlich sitzen bis wir die Einzigen waren. Wir hätten normalerweise auch noch bis zu Ende durchgehalten, wenn nicht plötzlich die Kinoangestellten in den Raum gestürmt wären und uns überrascht anguckten. Sowas hatten sie wohl noch nie erlebt. Der eine zeigte dem anderen an, dass noch zwei nervige Kunden in ihren Sitzen verweilen würden. Wir wollten noch länger bleiben. Dann ging das Licht an. Es war richtig hell da drinnen. Grausam. Wutschnaubend stampften wir raus. Durch den Hintereingang. Komisch. Nebenan gab es auch noch ein recht grosses Mall. Dort ass ich ein Hot Dog und Julien einen Burger. War sehr viel. Julien war mehr als satt. Ich musste ihm sogar bei seinen Pommens helfen. Das Entsetzen steht euch bestimmt ins Gesicht geschrieben. Julien ass nicht auf! Jetzt nur noch zu unserer Bleibe zurück finden. Hmm. Wie kamen wir da nochmal hin? Nachts sah alles irgendwie anders aus. Klein Verfahren. Doch durch unsere unglaublich weit entwickelte Orientierung fanden wir dann doch noch zu unseren Betten.
Schlafen. Aufstehen. Essen. Neben uns Deutsche. Wie konnte es auch anders sein? Noch ma rein in die Innenstadt. Möglicherweise Sachen gekauft. Wieder zurück ins Parkhaus. Plötzlich war Julien voll drauf. Schwindel oder so. Naja, dann fahr ich eben. Stunden später endete meine Fahrt in einem Parkhaus in Dublin.
Felix
Das Parkhaus war also unsere Basis in der Irischen Hauptstadt. Wir stiefelten los, um Dublin zu erkunden, Foto- und Videokameren im Gepäck. Zuerst in eine Mall. Dann in noch eine. Unterwegs jede Menge Plattenläden mitgenommen. Dann bogen wir irgendwo ab. Und noch einmal. Wir hatten keine Ahnung, wo wir waren. Doch wir hatten unser Ziel erreicht. Wir standen vor dem Hardrock Cafe. Juhu! Und wieder etwas ärmer geworden. Auf der Suche nach der Touristeninformation ging es weiter. Schliesslich fanden wir diese, nachdem wir entsetzt immer wieder an anderen Deutschen vorbeiliefen. Warum passiert das nur immer uns? Die Touristeninformation half uns aber hinsichtlich der Fährenpreise nicht sonderlich weiter. Also gingen wir ins erstbeste Internetcafe. Ein schmaler Hauseingang. Eine Treppe hoch. Direkt danach die nächste Treppe wieder runter. Ein koreanisches Internetcafe. Wir sassen an einem Rechner. Rechts und links Koreaner. Alle am Zocken. Natürlich WoW. Ich will auch! Ach nein, ich bin ja im Urlaub... ich will trotzdem. Wir suchten Infos über die Fähren. Dann entschieden wir, gleich zu fahren. Also begaben wir uns zu unserem Auto, zahlten 8 Euren Parkgebühr für ein paar Stunden - was für eine dreiste Abzocke - und versuchten den Hafen zu finden. Als wir an einer Ampel neben einem Taxi standen, fragte ich kurzerhand den Fahrer, wo es denn zum Hafen ginge. Dieser begann zu antworten, doch dann wurde die Ampel grün. "Follow me." sagte er, und brauste davon. Ohne zu blinken zwischen den Autos durch. Und wir todesmutig hinterher, hielt er doch die überlebenswichtigen Informationen für uns bereit. Er stoppte auf einer weniger befahrenen Strasse, erklärte uns, dass wir weiter gradeaus, bei der fünften Strasse rechts und dann den Schildern folgen sollten. Der Fahrgast, der neben ihm sass, schaute blöd aus der Wäsche. Ich bedankte mich und weiter ging die Suche. Doch wir fanden gut hin und entschieden uns einmal mehr für Stenaline. An einem kleinen Häusschen, an dem man eigentlich vorbeifährt, kauften wir unsere Karten. Auf die Frage nach unseren Namen hin, reichten wir der jungen Dame unsere Ausweise. "Oh, Deutsch, dann kann ich ja auch Deutsch reden.". WTFH? Sie kommt aus Ungarn und hat dort in der Schule Deutsch gelernt. Wir unterhielten uns ein bisschen mit ihr. Hinter uns stauten sich die Autos. Dann gingen wir die 20 Meter zürück zum Auto und fuhren wieder zum Häusschen, um unsere Fahrkarte abzuholen. Wir ordneten uns in Lane 27 ein und begannen, unser Auto aufzuräumen. Hinter uns hielt ein Engländer. Nach einiger Zeit stieg er aus und sprach uns an. Ob wir denn von einem Konzert kämen. Er hatte unsere T-Shirts gesehen. Wir kamen mit ihm ins Gespräch. Gut, dass wir das Auto schon aufgeräumt hatten. Plötzlich ging es los. 20 Minuten zu früh. Schnell ins Auto und reinfahren. Wir standen ganz vorne in der Mitte. Wir fragten den Engländer, ob er mit uns eine DVD anschaün wolle. Er bejate. Wir stezten uns oben hin und unterhielten uns weiter mit ihm, zeigten ihm Fotos und so. Als wir ihn nach der Bedeutung eines Wortes fragten, holte er sein Wörterbuch aus seinem Stoffbeutel. "Second most important book: dictionary. First most important book: Bible" OK. Er hiess übrigens Jim. Und er wusste eine Menge über Schafe. Er erklärte uns sehr ausführlich den Unterschied zwischen den irren und den deutschen Schafen. Denn er lebt auf einer Farm im Nordwesten von Nordirland. Aber eigentlich ist er Lehrer. Und er arbeitet sehr viel für die Kirche. Jugendarbeit und so. In der Lounge, in der wir sassen, lief auf einer Leinwand Titanic. Wie passend. Ständig liefen Deutsche an uns vorbei. Die sahen ziemlich asozial aus. Wir versanken vor Schmach im Sessel. Sehr beqüme Sessel übrigens. Dann fuhr das Schiff los. Wir sprachen weiter. Die Lounge war bis auf 10 Leute leer. Kaum jemand auf dem Schiff. Seltsam. 3,5h Fahrt lagen vor uns. Jim erzählte uns eine Menge über die Kirche und über das Leben. Er war auf dem Weg nach Cornwall zu einer Konferenz. Auch kirchlich. Und er sagte, er müsse erst noch nach Liverpool, ein Zelt von seinem Neffen einsammeln. Für 6 Mann. Sein Neffe lebt mit dem anderen Neffen zusammen in einem Vorort von Liverpool. Und ist mit Leib und Seele Liverpool-Fan. So wie der Protagonist in "Fever Pitch". Aber im Moment ist er in Albanien, denn er arbeitet in einem kirchlichen Jugendclub. Und die machen grade Fussballtraining in Albanien. Der kleine Junge, der damals in der Coke Werbung so viel getengelt hat und dabei durch einen Laden lief sei auch dabei, denn er sei von da. Alles sehr komisch irgendwie. Als das Gespräch zum erliegen kam, entschuldigten wir uns, um einen ruhigen Ort für eine DVD zu suchen. Auf der Leinwand ging gerade das Schiff unter. Wir gingen an Deck. Es war dunkel. Etwa 23h. Man sah nichts. Nur ein bisschen Wasser und 10 Meter weiter. Unheimlich. Auf dem oberen Autodeck stand genau ein LKW. Wir gingen wieder ins Schiff. Nirgends war es ruhig. Überall waren Fernseher und überall lagen vereinzelte Menschen rum und schliefen. Schliesslich liessen wir uns in einer Ecke nieder, in der es verhältnissmässig ruhig war. Dort lagen nur noch zwei junge Fraün, ein paar Tische weiter, und schliefen. Wir sahen "Chopper". Aber wir trauten uns nicht, laut zu machen. Also verstanden wir nichts. Was schade war, denn es kam wohl auf die Dialoge an, da sonst nicht viel passierte. Dann gingen wir, den Film zu 2 Dritteln beendet, zu Jim zurück. Er bot uns einmal mehr an, doch mit ihm nach Liverpool zu kommen und dort zu schlafen. Auf dem Fussboden oder so. Denn um kurz vor 1 in Holyhead noch ein B&B zu finden könnte schwierig sein. Wir willigten ein. Es stellte sich heraus, dass er nur vage Informationen über den Weg hatte. Er gab mir die Adresse. Ich gab sie ins Mappoint hinein. Jim entschied, uns zu folgen.
Ich fasse zusammen. Wir fuhren auf einer Walisischen Autobahn, mitten in der Nacht, richtung Liverpool, zu einem Haus. Hinter uns fuhr ein fremder Nordire, Lehrer und sehr gläubig. Wir kamen ohne Probleme an. Nur ein Kreisel war nicht so, wie er sein sollte. Trotzdem fanden wir das Haus. Um kurz vor 3h morgens. Jims Neffe Steven öffnete die Tür. Jim sagte, er habe uns mitgebracht. Unser unglaubliches Programm sei toll. Man bat uns herein. Wir sassen auf dem Sofa. In der Ecke stand eine E-Gitarre. Man bat uns Tee an, machte uns eine Pizza. Steven ist Student. Der andere, der ja in Albanien ist, auch. Es stand ein Architekturmodell herum. Überall hingen Liverpool Schaalen und Fahnen. Jim meinte, wir können im Wohnzimmer auf der Erde schlafen. Dann ging er hoch. Dann kam er wieder und bat uns, mitzukommen. Er zeigte uns oben ein kleines Zimmer mit einem grossen Bett, sonst nix im Raum. Wir könnten hier schlafen, wenn das recht ist. Wir willigten ein. Er würde unten schlafen. Weil seine ordinäre Luftmatratze so blöd aufzupusten ist, gaben wir ihm eine der Izomatten von uns. Er war begeistert, weil die sich allein aufbliess. Zum ersten mal kamen unsere Schlafsäcke zum Einsatz.
Ich fasse zusammen. Wir waren in einem Vorort von Liverpool. In einem Haus von zwei Kerlen die wir nicht kannten, von denen einer in Albanien war und Kinder im Fussball trainierte. Wir waren mit Jim, dem strenggläubigen Lehrer aus Nordirland, der viel über Schafe weiss, hergekommen. Wir lagen im Bett des Abwesenden. Whoa!
Am nächsten Morgen sollten wir uns dann gerne selbst in der Küche bedienen. Wir unterhielten uns noch ein bisschen. Jim erzählte noch einiges. Als wir gehen wollten, fragte er, ob er für uns beten dürfte. Abermals willigten wir ein. Er legte seine Hände auf unsere Schultern, senkte den Kopf und betete. "Lord, thank you for meeting these boys. Protect these boys on their way. Let them drive safe... May the force be with them." Oder so ähnlich. Es folgte kein Amen. Er legte uns nah, die Bibel zu lesen. Denn es hülfe. Dann tauschten wir Emailadressen und fuhren nach Liverpool - Stadt der Beatles. Wir hatten das blessing of the Lord erhalten. Heute sollte nix schiefgehen. Wir waren müde. Doch wir trafen keine Deutschen. Dafür aber ein Starbucks. Und die Hanover Street. Whoa! Überhaupt sieht Liverpool Hannover sehr ähnlich.
Als nächstes wollten wir nach Birmingham. Unterwegs waren wir sehr müde. Doch wir fanden kein Quartier. Also weiter bis nach Birmingham. Wir kurvten durch die Stadt, ohne Plan. Plötzlich fanden wir uns in der selben Strasse wieder, in der ich mit Christian letztes Jahr genächtigt hatte. Genau neben diesem B&B. Also klingelten wir dort. Aber der alte verwirrte Mann, der glaubte, Deutsche ässen Saürkraut zum Frühstück, war nicht zu Haus. Also gingen wir ein Haus weiter. Zu teür. Noch ein Haus weiter - in einem "Hotel"- blieben wir. Und schliefen.
Julien
Video: Freizeitgestalltung (12mbyte)
Und übrigens regnet es klein in England. Auch jetzt noch.
PS: Wir sind durch den scheiss Regen gerannt, um ins Internetcafe zu gehen. Das macht aber erst um 10h auf. Scheisse. Dann steigen wir ins Auto, ich mache, verzweifelt wie ich bin, das Notebook an, und das verbindet erstmal... Tjo. Bad Luck oder so :D
PPS: Wir begeben uns gleich aufs Schiff. Richtung Zuhaus.
Schlafen. Aufstehen. Essen. Neben uns Deutsche. Wie konnte es auch anders sein? Noch ma rein in die Innenstadt. Möglicherweise Sachen gekauft. Wieder zurück ins Parkhaus. Plötzlich war Julien voll drauf. Schwindel oder so. Naja, dann fahr ich eben. Stunden später endete meine Fahrt in einem Parkhaus in Dublin.
Felix
Das Parkhaus war also unsere Basis in der Irischen Hauptstadt. Wir stiefelten los, um Dublin zu erkunden, Foto- und Videokameren im Gepäck. Zuerst in eine Mall. Dann in noch eine. Unterwegs jede Menge Plattenläden mitgenommen. Dann bogen wir irgendwo ab. Und noch einmal. Wir hatten keine Ahnung, wo wir waren. Doch wir hatten unser Ziel erreicht. Wir standen vor dem Hardrock Cafe. Juhu! Und wieder etwas ärmer geworden. Auf der Suche nach der Touristeninformation ging es weiter. Schliesslich fanden wir diese, nachdem wir entsetzt immer wieder an anderen Deutschen vorbeiliefen. Warum passiert das nur immer uns? Die Touristeninformation half uns aber hinsichtlich der Fährenpreise nicht sonderlich weiter. Also gingen wir ins erstbeste Internetcafe. Ein schmaler Hauseingang. Eine Treppe hoch. Direkt danach die nächste Treppe wieder runter. Ein koreanisches Internetcafe. Wir sassen an einem Rechner. Rechts und links Koreaner. Alle am Zocken. Natürlich WoW. Ich will auch! Ach nein, ich bin ja im Urlaub... ich will trotzdem. Wir suchten Infos über die Fähren. Dann entschieden wir, gleich zu fahren. Also begaben wir uns zu unserem Auto, zahlten 8 Euren Parkgebühr für ein paar Stunden - was für eine dreiste Abzocke - und versuchten den Hafen zu finden. Als wir an einer Ampel neben einem Taxi standen, fragte ich kurzerhand den Fahrer, wo es denn zum Hafen ginge. Dieser begann zu antworten, doch dann wurde die Ampel grün. "Follow me." sagte er, und brauste davon. Ohne zu blinken zwischen den Autos durch. Und wir todesmutig hinterher, hielt er doch die überlebenswichtigen Informationen für uns bereit. Er stoppte auf einer weniger befahrenen Strasse, erklärte uns, dass wir weiter gradeaus, bei der fünften Strasse rechts und dann den Schildern folgen sollten. Der Fahrgast, der neben ihm sass, schaute blöd aus der Wäsche. Ich bedankte mich und weiter ging die Suche. Doch wir fanden gut hin und entschieden uns einmal mehr für Stenaline. An einem kleinen Häusschen, an dem man eigentlich vorbeifährt, kauften wir unsere Karten. Auf die Frage nach unseren Namen hin, reichten wir der jungen Dame unsere Ausweise. "Oh, Deutsch, dann kann ich ja auch Deutsch reden.". WTFH? Sie kommt aus Ungarn und hat dort in der Schule Deutsch gelernt. Wir unterhielten uns ein bisschen mit ihr. Hinter uns stauten sich die Autos. Dann gingen wir die 20 Meter zürück zum Auto und fuhren wieder zum Häusschen, um unsere Fahrkarte abzuholen. Wir ordneten uns in Lane 27 ein und begannen, unser Auto aufzuräumen. Hinter uns hielt ein Engländer. Nach einiger Zeit stieg er aus und sprach uns an. Ob wir denn von einem Konzert kämen. Er hatte unsere T-Shirts gesehen. Wir kamen mit ihm ins Gespräch. Gut, dass wir das Auto schon aufgeräumt hatten. Plötzlich ging es los. 20 Minuten zu früh. Schnell ins Auto und reinfahren. Wir standen ganz vorne in der Mitte. Wir fragten den Engländer, ob er mit uns eine DVD anschaün wolle. Er bejate. Wir stezten uns oben hin und unterhielten uns weiter mit ihm, zeigten ihm Fotos und so. Als wir ihn nach der Bedeutung eines Wortes fragten, holte er sein Wörterbuch aus seinem Stoffbeutel. "Second most important book: dictionary. First most important book: Bible" OK. Er hiess übrigens Jim. Und er wusste eine Menge über Schafe. Er erklärte uns sehr ausführlich den Unterschied zwischen den irren und den deutschen Schafen. Denn er lebt auf einer Farm im Nordwesten von Nordirland. Aber eigentlich ist er Lehrer. Und er arbeitet sehr viel für die Kirche. Jugendarbeit und so. In der Lounge, in der wir sassen, lief auf einer Leinwand Titanic. Wie passend. Ständig liefen Deutsche an uns vorbei. Die sahen ziemlich asozial aus. Wir versanken vor Schmach im Sessel. Sehr beqüme Sessel übrigens. Dann fuhr das Schiff los. Wir sprachen weiter. Die Lounge war bis auf 10 Leute leer. Kaum jemand auf dem Schiff. Seltsam. 3,5h Fahrt lagen vor uns. Jim erzählte uns eine Menge über die Kirche und über das Leben. Er war auf dem Weg nach Cornwall zu einer Konferenz. Auch kirchlich. Und er sagte, er müsse erst noch nach Liverpool, ein Zelt von seinem Neffen einsammeln. Für 6 Mann. Sein Neffe lebt mit dem anderen Neffen zusammen in einem Vorort von Liverpool. Und ist mit Leib und Seele Liverpool-Fan. So wie der Protagonist in "Fever Pitch". Aber im Moment ist er in Albanien, denn er arbeitet in einem kirchlichen Jugendclub. Und die machen grade Fussballtraining in Albanien. Der kleine Junge, der damals in der Coke Werbung so viel getengelt hat und dabei durch einen Laden lief sei auch dabei, denn er sei von da. Alles sehr komisch irgendwie. Als das Gespräch zum erliegen kam, entschuldigten wir uns, um einen ruhigen Ort für eine DVD zu suchen. Auf der Leinwand ging gerade das Schiff unter. Wir gingen an Deck. Es war dunkel. Etwa 23h. Man sah nichts. Nur ein bisschen Wasser und 10 Meter weiter. Unheimlich. Auf dem oberen Autodeck stand genau ein LKW. Wir gingen wieder ins Schiff. Nirgends war es ruhig. Überall waren Fernseher und überall lagen vereinzelte Menschen rum und schliefen. Schliesslich liessen wir uns in einer Ecke nieder, in der es verhältnissmässig ruhig war. Dort lagen nur noch zwei junge Fraün, ein paar Tische weiter, und schliefen. Wir sahen "Chopper". Aber wir trauten uns nicht, laut zu machen. Also verstanden wir nichts. Was schade war, denn es kam wohl auf die Dialoge an, da sonst nicht viel passierte. Dann gingen wir, den Film zu 2 Dritteln beendet, zu Jim zurück. Er bot uns einmal mehr an, doch mit ihm nach Liverpool zu kommen und dort zu schlafen. Auf dem Fussboden oder so. Denn um kurz vor 1 in Holyhead noch ein B&B zu finden könnte schwierig sein. Wir willigten ein. Es stellte sich heraus, dass er nur vage Informationen über den Weg hatte. Er gab mir die Adresse. Ich gab sie ins Mappoint hinein. Jim entschied, uns zu folgen.
Ich fasse zusammen. Wir fuhren auf einer Walisischen Autobahn, mitten in der Nacht, richtung Liverpool, zu einem Haus. Hinter uns fuhr ein fremder Nordire, Lehrer und sehr gläubig. Wir kamen ohne Probleme an. Nur ein Kreisel war nicht so, wie er sein sollte. Trotzdem fanden wir das Haus. Um kurz vor 3h morgens. Jims Neffe Steven öffnete die Tür. Jim sagte, er habe uns mitgebracht. Unser unglaubliches Programm sei toll. Man bat uns herein. Wir sassen auf dem Sofa. In der Ecke stand eine E-Gitarre. Man bat uns Tee an, machte uns eine Pizza. Steven ist Student. Der andere, der ja in Albanien ist, auch. Es stand ein Architekturmodell herum. Überall hingen Liverpool Schaalen und Fahnen. Jim meinte, wir können im Wohnzimmer auf der Erde schlafen. Dann ging er hoch. Dann kam er wieder und bat uns, mitzukommen. Er zeigte uns oben ein kleines Zimmer mit einem grossen Bett, sonst nix im Raum. Wir könnten hier schlafen, wenn das recht ist. Wir willigten ein. Er würde unten schlafen. Weil seine ordinäre Luftmatratze so blöd aufzupusten ist, gaben wir ihm eine der Izomatten von uns. Er war begeistert, weil die sich allein aufbliess. Zum ersten mal kamen unsere Schlafsäcke zum Einsatz.
Ich fasse zusammen. Wir waren in einem Vorort von Liverpool. In einem Haus von zwei Kerlen die wir nicht kannten, von denen einer in Albanien war und Kinder im Fussball trainierte. Wir waren mit Jim, dem strenggläubigen Lehrer aus Nordirland, der viel über Schafe weiss, hergekommen. Wir lagen im Bett des Abwesenden. Whoa!
Am nächsten Morgen sollten wir uns dann gerne selbst in der Küche bedienen. Wir unterhielten uns noch ein bisschen. Jim erzählte noch einiges. Als wir gehen wollten, fragte er, ob er für uns beten dürfte. Abermals willigten wir ein. Er legte seine Hände auf unsere Schultern, senkte den Kopf und betete. "Lord, thank you for meeting these boys. Protect these boys on their way. Let them drive safe... May the force be with them." Oder so ähnlich. Es folgte kein Amen. Er legte uns nah, die Bibel zu lesen. Denn es hülfe. Dann tauschten wir Emailadressen und fuhren nach Liverpool - Stadt der Beatles. Wir hatten das blessing of the Lord erhalten. Heute sollte nix schiefgehen. Wir waren müde. Doch wir trafen keine Deutschen. Dafür aber ein Starbucks. Und die Hanover Street. Whoa! Überhaupt sieht Liverpool Hannover sehr ähnlich.
Als nächstes wollten wir nach Birmingham. Unterwegs waren wir sehr müde. Doch wir fanden kein Quartier. Also weiter bis nach Birmingham. Wir kurvten durch die Stadt, ohne Plan. Plötzlich fanden wir uns in der selben Strasse wieder, in der ich mit Christian letztes Jahr genächtigt hatte. Genau neben diesem B&B. Also klingelten wir dort. Aber der alte verwirrte Mann, der glaubte, Deutsche ässen Saürkraut zum Frühstück, war nicht zu Haus. Also gingen wir ein Haus weiter. Zu teür. Noch ein Haus weiter - in einem "Hotel"- blieben wir. Und schliefen.
Julien
Video: Freizeitgestalltung (12mbyte)
Und übrigens regnet es klein in England. Auch jetzt noch.
PS: Wir sind durch den scheiss Regen gerannt, um ins Internetcafe zu gehen. Das macht aber erst um 10h auf. Scheisse. Dann steigen wir ins Auto, ich mache, verzweifelt wie ich bin, das Notebook an, und das verbindet erstmal... Tjo. Bad Luck oder so :D
PPS: Wir begeben uns gleich aufs Schiff. Richtung Zuhaus.
von Julien am 25.07.2005 um 09:36h GMT in Dover, irgendwo auf der Strasse. Kommentare (0)
Internet in einer Selbstmordzelle
von Julien am 24.07.2005 um 19:42h GMT in Dover, BT Internet Zelle. Kommentare (1)
Wir stehen gerade in Dover in der Fussgaengerzone in einer Internetzelle. Nein. Ich stehe hier drin. Felix passt nicht mit rein. Dass Ding ist zu klein fuer uns. Ausserdem waren wir grade beim Chinesen zum Buffet. Eigentlich haben wir einen ganzen Batzen an Updates vorbereitet, aber das bloede Inetcafe hat zu. Das gibt es also erst morgen. Jetzt tun mir die Finger weh!
Bis bald.
Bis bald.
von Julien am 24.07.2005 um 19:42h GMT in Dover, BT Internet Zelle. Kommentare (1)
Eine Seefahrt die ist lustig
von Julien am 22.07.2005 um 18:00h GMT in Dublin. Kommentare (1)
Gleich ist es soweit. Wir begeben uns doch schon auf den Weg zurueck nach UK. Nach Wales. Auf einer Faehre. Aber anders als der Liebe Daniel nicht mit einem kleinen Mickerding. "My **** is much bigger than yours!".
Der Daniel brachte auf seiner Seite dazu folgendes an "Und wenn einer damit anfängt, dauert es nicht lange, und alle sind am kotzen. Und plötzlich saß ich in der Kotzhölle, rings um mich herum Würgegeräusche, Husten und dass das schwungvolle Rausbringen der Speisen der letzten Stunden. Mir wird schlecht. Nicht unbedingt vom Schaukeln, aber vom Geruch und von den Geräuschen." Darueber koennen wir nur lachen! Hoffe ich :D
Der Daniel brachte auf seiner Seite dazu folgendes an "Und wenn einer damit anfängt, dauert es nicht lange, und alle sind am kotzen. Und plötzlich saß ich in der Kotzhölle, rings um mich herum Würgegeräusche, Husten und dass das schwungvolle Rausbringen der Speisen der letzten Stunden. Mir wird schlecht. Nicht unbedingt vom Schaukeln, aber vom Geruch und von den Geräuschen." Darueber koennen wir nur lachen! Hoffe ich :D
von Julien am 22.07.2005 um 18:00h GMT in Dublin. Kommentare (1)
Out and down in Galway
Das B&B in Sligo war sehr schön. Auch das Frühstück war nett. Nur der Frühstücksraum war etwas seltsam. Denn er war gross, lang und leer. Keine Bilder an den Wänden. Kaum Möbel, nur unser Tisch, zwei Stühle und ein künstlicher Kamin, in dem eine Plastikflamme flackerte.
Als wir gerade noch am schreiben waren, etwa 10 Minuten vor 11, um 11 sollten wir das Zimmer räumen, forderte man uns freundlich aber bestimmt auf, das Zimmer zu räumen, denn man wollte sauber machen. Wir verliessen also den Raum und ordneten erstmal die Unordnung im Auto. Dann fuhren wir in die Stadt. Auf dem Parkplatz, den wir auch am Tag zuvor benutzt hatten, parkten wir, und wurden Zeuge, wie etwa 4 oder 5 alte Citroën Enten mit finnischen Kennzeichen sich dort Parklplätze suchten. Dann gingen wir in die Stadt. Ich kaufte Bücher. Was auch sonst. Felix regte sich auf, denn die DVDs sind hier sehr teür. Und die CDs auch. Daher könnte sich der Florian einmal äussern, ob er 22 Euren für seinen Soundtrack zu zahlen bereit ist. Wir warfen noch einen ersten Stapel von Postkarten ein. Im dritten Buchladen passierte es dann. Wir standen gerade innen, als wir draussen Menschen auf Deutsch reden hörten. Verdammt. Es klappt einfach nicht. Wir können ihnen nicht entkommen. Die eine Deutsche, eine hässliche dicke Frau, kam herein und stand mir im Weg. "Excuse me, please", sagte ich zu ihr. Sie hielt mich für einen Einheimischen oder so. Ich habe sie gefoppt. Ha! Ein Punkt für mich.
Dann ging es wieder los. Wir fuhren Richtung Galway. Unterwegs kamen wir ins Oertchen Strandhill. Dort hatte Tony Hawks gewohnt, als er in Sligo war. Surfcity. Wir sahen das B&B, in dem er vermutlich gewohnt hat. Im Buch steht, wie wir es identifizieren konnten.
Irland verfügt übrigens über eine nicht zu unterschätzende Anzahl von Bergen. Die stehen hier einfach so in der Landschaft rum. Und die Iren baün gerne Strassen. Ständig sieht man die orangen Schilder mit den E-Gitarrenmännchen drauf, und darunter den Text "Men at work". Oder wahlweise auch "Major Roadwork Ahead". Die baün überall, wo noch keine Strassen sind, welche hin. Dabei lassen sie in ihren Ortschaften zwischen den Häusern genug Platz, um mal schnell die Wohndichte zu verzehnfachen. Seltsames Land...
Das Gebiet, in dem Galway liegt, kann man sehr gut mit "Aünland" beschreiben. Hier ist wirklich mal alles grün und idyllisch. Mitten in den weiten Wiesen verlaufen alte Steinhecken und alles ist ruhig und friedlich. Bis auf die Strassen. Und den vielen Verkehr. Galway ist ein einziger Stau, in dem wir eine gute Stunde zubrachten, um von der einen Seite der Stadt zur anderen zu kommen, nur um in einem schlechten, viel zu teüren B&B zu landen und dann wieder zurückzufahren. Das B&B in dem wir dann einkehrten war sehr schön. Ein gutes Zimmer, ensuite und so. Wir gingen, mal wieder, ins Kino. Dazu wird sich der Felix äussern:
Julien
Wir entschieden uns für WAR OF THE WORLDS. Hätten wir nicht machen sollen. Der Film hat einen weder mitgerissen, noch war er sonderlich spannend. Das Ende war Müll und überhaupt. Ich kann leider nichts zum Original sagen, deswegen vermute ich einfach mal, dass Spielberg das Ende mal übernommen hat. Ich will jetzt natürlich niemandem hier das Ende vorwegnehmen, deswegen bitte ich die, die das Original kennen, zu schreiben, wie der ausging. Die Effekte waren gut, der Ton auch. Musik war auch in Ordnung. Aber der Rest. Ich weiss nicht. Das ganze aus der Sicht des kleinen Mannes zu zeigen, war vielleicht mal was anderes, aber irgendwie ist mir der Film dadurch ein wenig egal geworden. Der liebe Spielberg wollte wahrscheinlich, dass man sich besser mit dem Protagonisten identifiezieren kann. Hat bei mir leider nicht funktioniert. Man sitzt am Ende im Kino und denkt sich nur "Wie? Das wars schon? Das ist alles?". War ein klassisches Hollywood Ending. Alle überleben und sind glücklich. Wie Scheisse ist das? Sehr. (2/5)
Felix
Nach dem Kino gingen wir in die Stadt, nur schnell gucken. Was wir dort erblickten brachte unsere Weltanschauung durcheinander. Die Innenstadt, die übrigens recht gross ist, war überfüllt mit derben Hippen, Oeken und Punken. Wo waren wir hier gelandet? Sie führten Strassentänze auf, lagen in den Ecken rum oder boten selbstgemachte Holzkettchen auf Strickdecken feil. Dazwischen tummelten sich einige gutaussehende Menschen, aber die Hippen hatten die Oberhand. Wo man auch hinblickte, sah man lange Haare, oft verfilzt. Selten sah man jemanden, der keine bunten Leinengewänder trug. Wir fühlten uns wie bei Woodstock. So etwas hatten wir noch nicht erlebt. Oeken sassen mit ihren Gitarren am Strassenrand und spielten, um einen kleinen Obulus zu ergattern. Eine Hippe stand, ihre Jacke vor sich ausgebreitet, an einer Ecke herum, tänzelte und spielte auf einer kleinen Flöte. Wo waren wir da bloss hineingeraten? Das war schlimmer als die Chaostage. Alle schienen froh und begeistert zu sein. Ueberall schien Nächstenliebe zu herschen. Gar nicht nach unserem Geschmack, haben wir doch gerade unsere Reise unter das Motto "You and me will all go down in history, with a sad statü of liberty and a generation that didn't agree" von System of a down gestellt. Diese Zeilen können wir sogar schon auswendig mitgrölen.
Schnell machten wir uns auf den Weg aus dem Epizentrum der Hippeninvasion und liefen zurück zum B&B, wo wir noch den Fernseher gebrauchten und dann schliefen. Ach nein. Vorher habe ich noch ein Glas im Waschbecken fallen gelassen. Das zerbrach. So wie auch der Aufstand der Hippen zerbrechen wird. Sie können nicht gewinnnen...
Hier gibt es die derben Hippen in Aktion
Julien
PS: Gruss an Christian Appel. Schönen Dank für Deine SMS. \nn/
von Julien am 21.07.2005 um 11:11h GMT in Galway Town, Galway. Kommentare (0)
Das B&B in Sligo war sehr schön. Auch das Frühstück war nett. Nur der Frühstücksraum war etwas seltsam. Denn er war gross, lang und leer. Keine Bilder an den Wänden. Kaum Möbel, nur unser Tisch, zwei Stühle und ein künstlicher Kamin, in dem eine Plastikflamme flackerte.
Als wir gerade noch am schreiben waren, etwa 10 Minuten vor 11, um 11 sollten wir das Zimmer räumen, forderte man uns freundlich aber bestimmt auf, das Zimmer zu räumen, denn man wollte sauber machen. Wir verliessen also den Raum und ordneten erstmal die Unordnung im Auto. Dann fuhren wir in die Stadt. Auf dem Parkplatz, den wir auch am Tag zuvor benutzt hatten, parkten wir, und wurden Zeuge, wie etwa 4 oder 5 alte Citroën Enten mit finnischen Kennzeichen sich dort Parklplätze suchten. Dann gingen wir in die Stadt. Ich kaufte Bücher. Was auch sonst. Felix regte sich auf, denn die DVDs sind hier sehr teür. Und die CDs auch. Daher könnte sich der Florian einmal äussern, ob er 22 Euren für seinen Soundtrack zu zahlen bereit ist. Wir warfen noch einen ersten Stapel von Postkarten ein. Im dritten Buchladen passierte es dann. Wir standen gerade innen, als wir draussen Menschen auf Deutsch reden hörten. Verdammt. Es klappt einfach nicht. Wir können ihnen nicht entkommen. Die eine Deutsche, eine hässliche dicke Frau, kam herein und stand mir im Weg. "Excuse me, please", sagte ich zu ihr. Sie hielt mich für einen Einheimischen oder so. Ich habe sie gefoppt. Ha! Ein Punkt für mich.
Dann ging es wieder los. Wir fuhren Richtung Galway. Unterwegs kamen wir ins Oertchen Strandhill. Dort hatte Tony Hawks gewohnt, als er in Sligo war. Surfcity. Wir sahen das B&B, in dem er vermutlich gewohnt hat. Im Buch steht, wie wir es identifizieren konnten.
Irland verfügt übrigens über eine nicht zu unterschätzende Anzahl von Bergen. Die stehen hier einfach so in der Landschaft rum. Und die Iren baün gerne Strassen. Ständig sieht man die orangen Schilder mit den E-Gitarrenmännchen drauf, und darunter den Text "Men at work". Oder wahlweise auch "Major Roadwork Ahead". Die baün überall, wo noch keine Strassen sind, welche hin. Dabei lassen sie in ihren Ortschaften zwischen den Häusern genug Platz, um mal schnell die Wohndichte zu verzehnfachen. Seltsames Land...
Das Gebiet, in dem Galway liegt, kann man sehr gut mit "Aünland" beschreiben. Hier ist wirklich mal alles grün und idyllisch. Mitten in den weiten Wiesen verlaufen alte Steinhecken und alles ist ruhig und friedlich. Bis auf die Strassen. Und den vielen Verkehr. Galway ist ein einziger Stau, in dem wir eine gute Stunde zubrachten, um von der einen Seite der Stadt zur anderen zu kommen, nur um in einem schlechten, viel zu teüren B&B zu landen und dann wieder zurückzufahren. Das B&B in dem wir dann einkehrten war sehr schön. Ein gutes Zimmer, ensuite und so. Wir gingen, mal wieder, ins Kino. Dazu wird sich der Felix äussern:
Julien
Wir entschieden uns für WAR OF THE WORLDS. Hätten wir nicht machen sollen. Der Film hat einen weder mitgerissen, noch war er sonderlich spannend. Das Ende war Müll und überhaupt. Ich kann leider nichts zum Original sagen, deswegen vermute ich einfach mal, dass Spielberg das Ende mal übernommen hat. Ich will jetzt natürlich niemandem hier das Ende vorwegnehmen, deswegen bitte ich die, die das Original kennen, zu schreiben, wie der ausging. Die Effekte waren gut, der Ton auch. Musik war auch in Ordnung. Aber der Rest. Ich weiss nicht. Das ganze aus der Sicht des kleinen Mannes zu zeigen, war vielleicht mal was anderes, aber irgendwie ist mir der Film dadurch ein wenig egal geworden. Der liebe Spielberg wollte wahrscheinlich, dass man sich besser mit dem Protagonisten identifiezieren kann. Hat bei mir leider nicht funktioniert. Man sitzt am Ende im Kino und denkt sich nur "Wie? Das wars schon? Das ist alles?". War ein klassisches Hollywood Ending. Alle überleben und sind glücklich. Wie Scheisse ist das? Sehr. (2/5)
Felix
Nach dem Kino gingen wir in die Stadt, nur schnell gucken. Was wir dort erblickten brachte unsere Weltanschauung durcheinander. Die Innenstadt, die übrigens recht gross ist, war überfüllt mit derben Hippen, Oeken und Punken. Wo waren wir hier gelandet? Sie führten Strassentänze auf, lagen in den Ecken rum oder boten selbstgemachte Holzkettchen auf Strickdecken feil. Dazwischen tummelten sich einige gutaussehende Menschen, aber die Hippen hatten die Oberhand. Wo man auch hinblickte, sah man lange Haare, oft verfilzt. Selten sah man jemanden, der keine bunten Leinengewänder trug. Wir fühlten uns wie bei Woodstock. So etwas hatten wir noch nicht erlebt. Oeken sassen mit ihren Gitarren am Strassenrand und spielten, um einen kleinen Obulus zu ergattern. Eine Hippe stand, ihre Jacke vor sich ausgebreitet, an einer Ecke herum, tänzelte und spielte auf einer kleinen Flöte. Wo waren wir da bloss hineingeraten? Das war schlimmer als die Chaostage. Alle schienen froh und begeistert zu sein. Ueberall schien Nächstenliebe zu herschen. Gar nicht nach unserem Geschmack, haben wir doch gerade unsere Reise unter das Motto "You and me will all go down in history, with a sad statü of liberty and a generation that didn't agree" von System of a down gestellt. Diese Zeilen können wir sogar schon auswendig mitgrölen.
Schnell machten wir uns auf den Weg aus dem Epizentrum der Hippeninvasion und liefen zurück zum B&B, wo wir noch den Fernseher gebrauchten und dann schliefen. Ach nein. Vorher habe ich noch ein Glas im Waschbecken fallen gelassen. Das zerbrach. So wie auch der Aufstand der Hippen zerbrechen wird. Sie können nicht gewinnnen...
Hier gibt es die derben Hippen in Aktion
Julien
PS: Gruss an Christian Appel. Schönen Dank für Deine SMS. \nn/
von Julien am 21.07.2005 um 11:11h GMT in Galway Town, Galway. Kommentare (0)
Port-noo! One strange town we never visited.
Pauline Daly (die Haushälterin) war auch sehr freundlich. Fast schon zu freundlich. Sie bat uns in den Fernseh- und Essraum zu gehen um dort einen von ihr zubereiteten Tee zu trinken. Das war uns bis dahin noch nicht passiert. Hmm. Irgendwann bekamen wir dann auch unsere Tassen. Doch sie rannte schnell wieder in ein anderes, uns nicht zugängliches Zimmer. Was geschah da? Plötzlich erinnerte uns die Situation an eine Kurzgeschichte von Roald Dahl. In jener fiktiven Geschichte kommt ein Backpacker in ein Bed & Breakfast zu einer älteren Dame. Im Gästbook stehen nur zwei Namen. Doch diese kommen dem Protagonisten irgendwie bekannt vor. Er kann sich nur nicht daran erinnern, woher. In weiteren Gesprächen kommt dann heraus, dass diese Zwei Personen immer noch bei ihr wohnen würden, und das seit Monaten. Das ganze Haus ist dekoriert mit preparieten Tieren. Als er am Abend noch bei der Dame im Zimmer sitzt und einen Tee zu sich nimmt, so wird ihm plötzlich schwindelig. Es beginnt ohnmächtig zu werden. In dem Augenblick kann er sich an die Namen erinnern - Sie waren beide vermisst worden und nie gefunden. Der verstorbene Mann der alten Dame war Tierpräparator und hat ihr sein Wissen weitervermitteln können und sie schien nun fröhlich alles und jeden auszustopfen.
Eine Kanne Tee und zwei KitKat speater waren wir noch bei Bewusstsein. Also doch nur eine nette Frau. Sie interessierte sich auch sehr für uns und somit hatten wir dann nach einem anstrengendem Tag einen netten Abend. Okay, wir mussten in einem Bett pennen, aber das haben wir, wie ich finde mit Bravour gemeistert. Am nächsten Morgen gab es auch noch ein nettes Frühstück, mit nem leckeren Obstsalat, den nur ich geniessen konnte, da Äpfel in der Zubereitung intergriert wurden. Doch dann kam eine Frage, auf die wir im Nachhinein die Antwort lieber verweigert hätten. "Do you want some black pudding? It's black." Abenteuerlustig, wie wir nun mal sind mussten wir natürlich dem Ungewissen entgegentreten. Doch dann kam der, gemeinerweise als "Pudding" beschriebene Klotz. Komplett schwarz. Sieht aus, wie ein kleines Kohlebrikett. Vorsichtig ein kleines Teil abgeschitten und in Richtung Mundhöhle dirigiert. Schmeckte irgendwie mekrwürdig, aber noch erträglich. Doch bevor wir das kleine Objekt komplett verspeisen konnten, mussten wir natürlich fragen, aus was dieses Gerät bestehen würde. Der zweite Fehler an dem Morgen. Die Antwort mag vielleicht nicht für jeden erschreckend sein, allerdings ist für uns Schafs- und Rinderleber zum Frühstück doch ein wenig viel. Jetzt schmeckte es nur noch widerlich. Trotz alledem assen wir es dann doch komplett auf. Als wir mit dem Frühstück schon fast fertig waren, hörten wir, wie drei andere Gäste die Treppe zum Esszimmer herunter kamen. Wie der Zufall es so will, waren es drei junge Frauen aus Simbabwe. (w00t!) Julien hat sich natürlich riesig gefreut. Nachdem wir dann unsere Sachen wieder eingepackt hatten zeigten wir unserer fürsorglichen Gastgeberin noch die Seite hier, machten Fotos und verschwanden in Richtung Navan. Von dort aus nach Kells, welches der liebe Herr Hawks in seinem Buch auch beschrieben hat. Doch da scheint er seiner Schriftstellerischen Freiheit wohl doch ein wenig viel Spielraum zu lassen. Er beschreibt den Ort als ein sehr kleines Dörfchen, bestehend aus einem Shop und einem Pub. Wir fuhren durch und mussten feststellen, dass Kells schon grösser als das ist. Sagen wir mal, so gross wie Hiddestorf. Das sollte hinkommen. Aber gut. Sind ja eh nur hindurchgebraust. Ab nach Cavan und weiter in Richtung Northern Ireland. AUf dem Weg noch in einem Pub eine 0,2l Cola für 2,10 EUren getrunken um gestärkt für die Nordirren zu sein. Ist eigentlich genau wie der Rest Irlands. Nur eben ein bisschen englischer. Meilen und so. Und es riecht dort auch an manchen Ecken ein wenig streng. So, wie in Polen oder der DDR. Die scheinen wohl einen Hang zu Pyromanie zu haben. Ich kenne da einen, der sich dort wahrscheinlich recht wohl fühlen würde. Aufgrund von Juliens Magen legte wir dann mal eine Pause ein und parkten auf einem Schotterparkplatz. Ein bisschen umgeguckt und dann langsam den Berg hochgekrackselt. Auf dem Weg hoch noch das, hoffentlich alles von euch bekannte Video gedreht und weiter gestiefelt. Recht weit den Berg hochgerannt, Aussicht genossen, zum Parkplatz zurück gekehrt und Brote geschmiert. Viele. Julien hatte ja schliesslich Hunger. Als wir dann seinen Magen besänftigen konnten - nein - als wir kein Brot mehr hatten wollten wir eigentlich weiter. Doch kurz bevor wir wieder mit der Strasse eins werden konnten, kam eine kleine Ansammlung von Lkwen vorbei. Naja, so 70 bis 80 waren es dann bestimmt. Leider wollte keiner unsere Evil Horns erwiedern. Was sind denn das für blöde Trucker? Immer nur am Winken und Hupe betätigen. Kann man nichts machen. Weiter gefahren, in Donegal Town angekommen und ein B&B gesucht. Wir haben dann auf Anhieb eins gefunden. Und was für eins. Welch ein Fernseher. Ihr kennt ihn ja schon.
Felix
Welch ein Fernseher in der Tat. Aber auch der DVD Player, Videorekorder und besonders die Skybox liessen keine Wünsche offen. Dann noch das dicke Ledersofa, die zwei Ledersessel und die zwei Schaukelstühle. Nur der Kamin war leider zugestellt. Aber mal unter uns. ~500 Sender... das kann doch kein Mensch anschauen. Da gab es so interessante Sachen wie diverse Teleshop Channel für z.B. Juwelen, Schmuck oder Elektrogeräte. Und nich zu vergessen die zahlreichen "religious Channels", auf denen es unter anderem Sendungen über religiöse Themen, aber auch 24h non-stop Bibellesungen gab. Die spinnen, die Irren. Und die Engen auch.
Wir gaben uns ersteinmal in die Stadt, wo wir auch gleich ein Internetcafe erspäten. Das war an einem Sonntagabend natürlich zu. Stadt ist übrigens etwas hochgegriffen. So gibt es doch in ganz County Donegal laut Tony Hawks nur in Letterkenny eine fest installierte Ampel. Nirgends anders. Wir liefen also dreimal durch die Stadt und endeten schliesslich bei einem recht nobel aussehenden Inder, bestellten nach eingehender Beratung etwas und nahmen in der Lounge platz. Schnell begann eine Unterhaltung mit den beiden Indern hinter dem Thresen. Sie fragten, woher wir denn kämen und der eine der beiden, welchen wir glücklicherweise, im Gegensatz zum anderen, verstanden, war sehr erfreut, zu hören, dass wir Deutsche sind, und löcherte uns sogleich mit fragen, wie "Are you from Bonn, Frankfurt or München? How far away is Bonn from your Town? Have you been to Bonn? Did you know there live lots of Bangladesh people in Bonn?" Warum der gute so fixiert auf Bonn war, werden wir wohl nie erfahren. Auf jeden Fall war das Essen sehr gut und ziemlich günstig. Ein insgesamt recht sparsamer Tag. Und Nan-bread rockt.
Es blieb uns natürlich nicht erspart, wieder einmal ein paar Deutsche zu treffen. Ein Kleinwagen aus Hamburg stand direkt vor unserem Auto in der Einfahrt unserer Residenz. Verdammt. Wir haben wohl nie unsere Ruhe.
Am nächsten Morgen war ich duschen. Wie jeden Morgen, denn bisher hatten wir immer den Luxus, eine Dusche zur Verfügung zu haben. Halt. Nein. Den Morgen davor haben wir nicht geduscht. Aus Zeitmangel. Oder Lust. Oder beides. Auf jeden Fall ging ich Duschen. Der Riegel der ein Stockwerk weiter oben gelegenen Badezimmertür (auch der dazugehörige Raum war ein Stockwerk weiter oben) kam mir von Anfang an etwas blöd vor. Doch die wahren Ausmasse meiner Blindheit wurden mir erst Bewusst, als ich mit dem Duschen in einer Badewanne mit Duschamatur, die wohl das einzige nicht bonzige im ganzen Haus war, fertig war. Denn als ich das Fenster öffnete, öffnete sich auch die Tür o.O. Wie kann das sein, dachte ich mir, mein Verstand noch nicht ganz auf der Höhe, da morgens. Dann realisierte ich, dass die Tür nach innen aufging. Welchen Zweck erfüllt ein Riegel, wenn die TÜr in die gleiche Richtung aufgeht, und der Riegel nur vor den Rahmen geschoben wird, und noch dazu etwa einen cm über diesen ragt und wegen seiner Grösse schwierig mit zwei Fingern zu greifen ist? Genau, keinen. Ich duschte also in einem Haus voller anderer Leute in der Badewanne im Bad im zweiten Stock, ohne die Tür abzuschliessen. Zum Glück ist mir nichts passiert. Nicht dass da eine verirrte Ome hereingekommen wäre. Oder schlimmer, die hübsche vermutlich-Enkelin der Hausbesitzer...
Frisch gesäubert gab es wieder mal ein irisches Frühstück. Es gibt übrigens keinen grossen Unterschied zwischen englischem und irischem. Lediglich das Brot ist etwas anders. Die Iren legen keinen so grossen Wert darauf, relativ teueres Toastbrot in gleichschenkliche Pyramiden-von-der-Seite zu schneiden, sondern nehmen einfach Toast, am besten regelmässig-rechteckige Scheiben, und geben die ungeschnitten in einem Korb auf den Tisch. Dazu gibt es meist eine Art Vollkornbrot, dass mich sehr stark an die Grundschulzeit erinnerte, als wir Roggen und Weizen vom Feld gesammelt, mit Kaffeemühlen gemalen und daraus Brötchen gebacken haben. Nur hat das komische irre Brot einen seltsamen Nachgeschmack. Ich glaube, die haben kein Salz.
Gut gestärkt ging es in die Stadt und ins Internetcafe, in dem es nicht gut roch. Das Resultat ist ja bekannterweise weiter unten zu lesen. Nächstes Ziel war die Essotankstelle auf dem Weg Richtung Bunbeg am Ortsausgang von Donegal Town. Zu meiner grossen Überaschung machte sich eine junge Frau in einer Esso Uniform (ein dunkles Polohemd mit kleinem AUfdruck) auf, mein Auto zu betanken. "It's all right. I can help myself. Thank you." sagte ich zu ihr. Das schien sie zu überaschen. Mit einem "Are you sure?" zog sie beleidigt ab. Offenbar muss man in Irland erst einen Kurs im Auto betanken machen. Sie war wohl sehr stolz darauf, dass sie das kann. Ich frage mich nur, woher diese Tankstellenarbeiter wissen sollen, ob man Benzin oder Diesel will. Etwas anderes gibt es hier ja eh nicht. 95 Oktan oder Diesel. Mehr ist nicht. Ich betankte das Auto für sagenhafte 1,05 Euro/liter bleifrei und zahlte endlich einmal mit Karte.
Jetzt ging es nach Bunbeg, wieder ganz auf den Spuren von Tony Hawks. An dieser Stelle möchte ich einmal anmerken, wie schön die irische Landschaft ist. Das ist aber auch alles. Vom Wetter schwer enttäuscht fuhren wir durch Donegal County, einem Gebiet, das seinen Charme erst auspackt, wenn es richtig gut am Regnen ist. Dabei ist das Wetter hier echt komisch. Von einer Sekunde auf die andere giesst es wie aus Eimern und fünf Minuten später scheint wieder die Sonne, als ob nix gewesen wär. Dafür erstrahlen dann die Wiesen, Sümpfe und das Heideland, jeweils gespickt mit kleinen Seen, Tümpeln und Felsen, sowie bewohnt von unzähligen Schafen, in einem ganz besonderen Glanz. Da es, wie bereits erwähnt, in Donegal keine Ampeln gibt, hatten wir ziemlich freie Fahrt. Irgendwann bogen wir dann ab. Und landeten auf einer eher schmalen Strasse, die praktisch durchs nix führte. Wir folgten ihr für etwa 30 Minuten und konnten uns über die Geschwindigkeitsbegrenzung von 80km/h nur wundern, war es doch auf Grund der Hebungen und serpentinen-ähnlichen Kurven nicht möglich, schneller als 40 zu fahren. Bei uns wären die Strassen wohl mit 30 oder noch weniger gekennzeichnet. Aber die Strapazen lohnen sich. Die Aussicht ist überwältigend und nicht auf Fotos einzufangen. Als die sehr kleine Strasse später wieder in eine etwas grössere mündete, entschlossen wir uns spontan, in einem Pub, das, von 3 oder 4 anderen Gebäuden flankiert, ein Dorf zu bilden schien, einzukehren. Eine etwas billigere Cola als letztes Mal, die wir von einem etwa 16 Jahre alten Iren mit einem seehr harten Akzent serviert bekamen, später ging die Reise weiter. Wir erreichten am Ende der eher langen Strasse dann tatsächlich Bunbeg.
Unterwegs sahen wir aber noch eine Menge Schafe. Ich glaube, es gibt in Irland weitaus mehr Schafe, als Menschen. Irland hat etwa 6 Milionen Einwohner, aber bestimmt 30 Milionen Schafe. Und die armen Dinger stehen den ganzen Tag auf einer Weide rum, sehen nix anderes als die Landschaft, werden vollgeregnet und können einem echt Leid tun. Wenn dann mal ein Auto vorbeiführt, dann freuen sich die Schafe richtig. Aufgeregt mühen sie die gute Nachrichtig von etwas Abwechslung zu ihren Kumpanen, die sogleich herbeigelaufen kommen. Lediglich die Schafe, die sich auf der Strasse niedergelassen hatten, flohen vor uns. Da diese ja sowieso immer nur hart chillen, gehen sie wohl langsam zugrunde. Daher vermute ich mal, dass sie so hart gechillt hatten, dass ihnen unser lautes Metallica wohl doch etwas zu viel war. Die Schafe stehen eher auf Reggea. Da können sie dann so richtig dazu abchillen. Wenn sie dann zu lange zu hart gechillt haben, dann passiert das Unvermeidliche. Sie zerchillen. Das äussert sich bei Schafen darin, dass sie exoterm reagieren, weil sie zu viele Chillstoffe gebildet haben. Sie zerplatzen. Boom. Das hörten wir mehrere Male, wurden aber leider nicht Zeuge einer sollchen Zerchillung. Immerhin wissen wir jetzt, wie die Irren an die Zutaten für ihren Black Pudding kommen. Sie ernten die Lebern einfach vom Feld. So brauchen sie die Schafe nicht zu schlachten, denn irgendwann geht eh jedes Schaf hoch. Und runter kommen sie alle irgendwann...
Julien
Angekommen in Bunbeg bogen wir an der ersten Kreuzung ab um zum Hafen zu kommmen, an welchem auch das Bunbeg House sein sollte, in dem Tony bei seinem Aufenthalt hier nächtigte. Der Kurvenreichen Strasse für einige Minuten gefolgt, bis wir zum sogenannten Hafen kamen. Hafen. Naja, so hätte ich das nicht wirklich genannt. Okay, da war Wasser und da waren auch Boote, aber Hafen? Naja, soll mir recht sein. Auto abgstellt und entschlossen ganz locker ins Dorfzentrum zu laufen. Fehler. Das Dorf war dann doch irgendwie recht gross. Effektiv waren wir dann so zwei Stunden unterwegs. Haben nen Pub Food Burger gegessen und den Strand besichtigt. Da liegt ja das gestrandete Boot rum, zu dem man bei Ebbe gehen kann. Es war Flut. Wind. Und kalt. Dann regnete es noch. Blöd. Zurück zum "Hafen" und ins Bunbeg House rein. Zimmer genommen und mit dem Auto wieder zurück ins Dorf. Mussten noch einkaufen. Spar war das beste (einzige) was wir finden konnten. Da streunt man dann durch so einen Laden am Arsch der Welt, sucht verzweifelt nach Sparkling Water und plötzlich hört man etwas vertrautes. Mist. Deutsche. Sogar hier. Zwei männliche Deutsche, etwas älter als wir. Fahren auch rund um Irland. Aber mit Mietwagen. Luschen! Nicht ma in Bunbeg hat man Ruhe vor unseres Gleichen. Essen gekauft un ab ins B&B. Dort haben wir dann durch ausführliche Recherche herausgefunden, dass der Laden in dem wir uns zu dem Zeitpunkt befanden immer noch den gleiche Leuten gehörte, wie schon zu Tonys Zeiten, 1997. Da, wie wir dachten in dem Dorf nicht viel los sei, blieben wir lieber in unserem Zimmer und unterhielten uns lange. Irgendwann ging ich dann schlafen und Julien las noch ein wenig. Gut, es waren dann wohl so 200 Seiten. Er konnte nicht einschlafen. Wachte dann um 0230 Uhr auf, als Julien immer noch wach war, das Fernsegen genoss und dabei das Fenster aufmachte. Ich schlief einfach wieder ein.
Felix
Das Frühstück am nächsten Morgen war reichhaltig. Mit etwas, das wir als white pudding bezeichnet haben. Gebratene Leberwurst oder so. Pfui. Bunbeg Haus ist ziemlich gross. Mit etwa 20 Zimmern. Wir wurden von einem älteren Herrn bedient, dessen Akzent eher ungewöhnlich für Irland war. Hatten wir Andy getroffen? Als wir bezahlten, fragte ich die gute Frau, ob wir denn weniger bezahlen müssten, wenn wir einen Kühlschrank hätten. Ihr Gesicht heiterte sich auf und sie grinste uns an, fragte ob wir denn das Buch gelesen hätten. Dann kam ihr Mann vorbei. Natürlich war es Andy. Wir sprachen mit ihm. Er zeigte uns sein Buch aus der Erstauflage und ein von Tony signiertes deutsches Exemplar. Whoa. Dann bat er quasi darum, unser Buch signieren zu dürfen. Ich liess ihn gewähren. Er erzählte uns, dass Tony vor 2 Jahren wieder bei ihm war. Und dass er jetzt ein Boot besässe und Tony mit diesem in 20 Minuten nach Tory Island gebracht hatte. Whoa. Welch Dramatik. Wir machten ein Foto. Eigentlich machte es seine Tochter. Die ist übrigens in der aktuellen englischen Ausgabe des Buches auf dem Foto von Bunbeg House auch zu sehen. Ganz rechts.

Dann machten wir uns auf den Weg. Noch einmal runter zum Strand. Das Schiffswrack besuchen, denn am Tag zuvor kam gerade die Flut. Wir liefen runter zum Strand. Der Mast des Schiffes ist inzwischen umgeknickt. Aber es ist trotzdem ein tolles Wrack. Leider begann es dann zu regnen. Immer stärker. Wir waren klatschnass als wir das Auto erreichten und hineinsprangen. Im Vorbeilaufen bemerkten wir, dass das Auto neben unserem, ein VW Bus, ein deutsches Kennzeichen hatte. Freiburg. NEIN! Das darf nicht sein. Noch mindestens zwei andere Gruppen Deutsche in Bunbeg. Am Arsch der Welt. Warum wir? Ich verstehe die Welt nicht mehr.
Gut durchgenässt fuhren wir nach Sligo. Das dauerte einige Zeit. Relativ lange eigentlich. In Sligo fuhren wir herum. Gar nicht so einfach das. Denn die Stadt testet grade ein experimentelles Verkehrssystem. Das totale Chaos. Wir suchten ein B&B und wurden alsbald fündig. Ein schöner Raum bei scheinbar ganz netten Leuten für weniger als bisher. Dann fuhren wir wieder Richtung Stadt. Und gingen ins Kino. In Sin City. Juhu. Ein sehr geiler Film. Sehr stylisch. Sehr kutlig. Sehr ab 18. Und nur 4 andere Leute im Kino. Davon zwei jung und weiblich. Und die setzten sich genau zu uns. o.O.
Jetzt ist es morgens. Wir schliefen gut. Und wir frühstückten gut. Doch dann warf an uns quasi raus. Denn man wollte saubermachen. Felix lenkt gerade das Auto durch Sligo zu einem Parkplatz. Dann werden wir diesen Text hochladen und Sachen kaufen.
Julien
von Julien am 20.07.2005 um 12:20h GMT in Sligo Town, Sligo County, Cygo Internet Cafe. Kommentare (1)
Pauline Daly (die Haushälterin) war auch sehr freundlich. Fast schon zu freundlich. Sie bat uns in den Fernseh- und Essraum zu gehen um dort einen von ihr zubereiteten Tee zu trinken. Das war uns bis dahin noch nicht passiert. Hmm. Irgendwann bekamen wir dann auch unsere Tassen. Doch sie rannte schnell wieder in ein anderes, uns nicht zugängliches Zimmer. Was geschah da? Plötzlich erinnerte uns die Situation an eine Kurzgeschichte von Roald Dahl. In jener fiktiven Geschichte kommt ein Backpacker in ein Bed & Breakfast zu einer älteren Dame. Im Gästbook stehen nur zwei Namen. Doch diese kommen dem Protagonisten irgendwie bekannt vor. Er kann sich nur nicht daran erinnern, woher. In weiteren Gesprächen kommt dann heraus, dass diese Zwei Personen immer noch bei ihr wohnen würden, und das seit Monaten. Das ganze Haus ist dekoriert mit preparieten Tieren. Als er am Abend noch bei der Dame im Zimmer sitzt und einen Tee zu sich nimmt, so wird ihm plötzlich schwindelig. Es beginnt ohnmächtig zu werden. In dem Augenblick kann er sich an die Namen erinnern - Sie waren beide vermisst worden und nie gefunden. Der verstorbene Mann der alten Dame war Tierpräparator und hat ihr sein Wissen weitervermitteln können und sie schien nun fröhlich alles und jeden auszustopfen.
Eine Kanne Tee und zwei KitKat speater waren wir noch bei Bewusstsein. Also doch nur eine nette Frau. Sie interessierte sich auch sehr für uns und somit hatten wir dann nach einem anstrengendem Tag einen netten Abend. Okay, wir mussten in einem Bett pennen, aber das haben wir, wie ich finde mit Bravour gemeistert. Am nächsten Morgen gab es auch noch ein nettes Frühstück, mit nem leckeren Obstsalat, den nur ich geniessen konnte, da Äpfel in der Zubereitung intergriert wurden. Doch dann kam eine Frage, auf die wir im Nachhinein die Antwort lieber verweigert hätten. "Do you want some black pudding? It's black." Abenteuerlustig, wie wir nun mal sind mussten wir natürlich dem Ungewissen entgegentreten. Doch dann kam der, gemeinerweise als "Pudding" beschriebene Klotz. Komplett schwarz. Sieht aus, wie ein kleines Kohlebrikett. Vorsichtig ein kleines Teil abgeschitten und in Richtung Mundhöhle dirigiert. Schmeckte irgendwie mekrwürdig, aber noch erträglich. Doch bevor wir das kleine Objekt komplett verspeisen konnten, mussten wir natürlich fragen, aus was dieses Gerät bestehen würde. Der zweite Fehler an dem Morgen. Die Antwort mag vielleicht nicht für jeden erschreckend sein, allerdings ist für uns Schafs- und Rinderleber zum Frühstück doch ein wenig viel. Jetzt schmeckte es nur noch widerlich. Trotz alledem assen wir es dann doch komplett auf. Als wir mit dem Frühstück schon fast fertig waren, hörten wir, wie drei andere Gäste die Treppe zum Esszimmer herunter kamen. Wie der Zufall es so will, waren es drei junge Frauen aus Simbabwe. (w00t!) Julien hat sich natürlich riesig gefreut. Nachdem wir dann unsere Sachen wieder eingepackt hatten zeigten wir unserer fürsorglichen Gastgeberin noch die Seite hier, machten Fotos und verschwanden in Richtung Navan. Von dort aus nach Kells, welches der liebe Herr Hawks in seinem Buch auch beschrieben hat. Doch da scheint er seiner Schriftstellerischen Freiheit wohl doch ein wenig viel Spielraum zu lassen. Er beschreibt den Ort als ein sehr kleines Dörfchen, bestehend aus einem Shop und einem Pub. Wir fuhren durch und mussten feststellen, dass Kells schon grösser als das ist. Sagen wir mal, so gross wie Hiddestorf. Das sollte hinkommen. Aber gut. Sind ja eh nur hindurchgebraust. Ab nach Cavan und weiter in Richtung Northern Ireland. AUf dem Weg noch in einem Pub eine 0,2l Cola für 2,10 EUren getrunken um gestärkt für die Nordirren zu sein. Ist eigentlich genau wie der Rest Irlands. Nur eben ein bisschen englischer. Meilen und so. Und es riecht dort auch an manchen Ecken ein wenig streng. So, wie in Polen oder der DDR. Die scheinen wohl einen Hang zu Pyromanie zu haben. Ich kenne da einen, der sich dort wahrscheinlich recht wohl fühlen würde. Aufgrund von Juliens Magen legte wir dann mal eine Pause ein und parkten auf einem Schotterparkplatz. Ein bisschen umgeguckt und dann langsam den Berg hochgekrackselt. Auf dem Weg hoch noch das, hoffentlich alles von euch bekannte Video gedreht und weiter gestiefelt. Recht weit den Berg hochgerannt, Aussicht genossen, zum Parkplatz zurück gekehrt und Brote geschmiert. Viele. Julien hatte ja schliesslich Hunger. Als wir dann seinen Magen besänftigen konnten - nein - als wir kein Brot mehr hatten wollten wir eigentlich weiter. Doch kurz bevor wir wieder mit der Strasse eins werden konnten, kam eine kleine Ansammlung von Lkwen vorbei. Naja, so 70 bis 80 waren es dann bestimmt. Leider wollte keiner unsere Evil Horns erwiedern. Was sind denn das für blöde Trucker? Immer nur am Winken und Hupe betätigen. Kann man nichts machen. Weiter gefahren, in Donegal Town angekommen und ein B&B gesucht. Wir haben dann auf Anhieb eins gefunden. Und was für eins. Welch ein Fernseher. Ihr kennt ihn ja schon.
Felix
Welch ein Fernseher in der Tat. Aber auch der DVD Player, Videorekorder und besonders die Skybox liessen keine Wünsche offen. Dann noch das dicke Ledersofa, die zwei Ledersessel und die zwei Schaukelstühle. Nur der Kamin war leider zugestellt. Aber mal unter uns. ~500 Sender... das kann doch kein Mensch anschauen. Da gab es so interessante Sachen wie diverse Teleshop Channel für z.B. Juwelen, Schmuck oder Elektrogeräte. Und nich zu vergessen die zahlreichen "religious Channels", auf denen es unter anderem Sendungen über religiöse Themen, aber auch 24h non-stop Bibellesungen gab. Die spinnen, die Irren. Und die Engen auch.
Wir gaben uns ersteinmal in die Stadt, wo wir auch gleich ein Internetcafe erspäten. Das war an einem Sonntagabend natürlich zu. Stadt ist übrigens etwas hochgegriffen. So gibt es doch in ganz County Donegal laut Tony Hawks nur in Letterkenny eine fest installierte Ampel. Nirgends anders. Wir liefen also dreimal durch die Stadt und endeten schliesslich bei einem recht nobel aussehenden Inder, bestellten nach eingehender Beratung etwas und nahmen in der Lounge platz. Schnell begann eine Unterhaltung mit den beiden Indern hinter dem Thresen. Sie fragten, woher wir denn kämen und der eine der beiden, welchen wir glücklicherweise, im Gegensatz zum anderen, verstanden, war sehr erfreut, zu hören, dass wir Deutsche sind, und löcherte uns sogleich mit fragen, wie "Are you from Bonn, Frankfurt or München? How far away is Bonn from your Town? Have you been to Bonn? Did you know there live lots of Bangladesh people in Bonn?" Warum der gute so fixiert auf Bonn war, werden wir wohl nie erfahren. Auf jeden Fall war das Essen sehr gut und ziemlich günstig. Ein insgesamt recht sparsamer Tag. Und Nan-bread rockt.
Es blieb uns natürlich nicht erspart, wieder einmal ein paar Deutsche zu treffen. Ein Kleinwagen aus Hamburg stand direkt vor unserem Auto in der Einfahrt unserer Residenz. Verdammt. Wir haben wohl nie unsere Ruhe.
Am nächsten Morgen war ich duschen. Wie jeden Morgen, denn bisher hatten wir immer den Luxus, eine Dusche zur Verfügung zu haben. Halt. Nein. Den Morgen davor haben wir nicht geduscht. Aus Zeitmangel. Oder Lust. Oder beides. Auf jeden Fall ging ich Duschen. Der Riegel der ein Stockwerk weiter oben gelegenen Badezimmertür (auch der dazugehörige Raum war ein Stockwerk weiter oben) kam mir von Anfang an etwas blöd vor. Doch die wahren Ausmasse meiner Blindheit wurden mir erst Bewusst, als ich mit dem Duschen in einer Badewanne mit Duschamatur, die wohl das einzige nicht bonzige im ganzen Haus war, fertig war. Denn als ich das Fenster öffnete, öffnete sich auch die Tür o.O. Wie kann das sein, dachte ich mir, mein Verstand noch nicht ganz auf der Höhe, da morgens. Dann realisierte ich, dass die Tür nach innen aufging. Welchen Zweck erfüllt ein Riegel, wenn die TÜr in die gleiche Richtung aufgeht, und der Riegel nur vor den Rahmen geschoben wird, und noch dazu etwa einen cm über diesen ragt und wegen seiner Grösse schwierig mit zwei Fingern zu greifen ist? Genau, keinen. Ich duschte also in einem Haus voller anderer Leute in der Badewanne im Bad im zweiten Stock, ohne die Tür abzuschliessen. Zum Glück ist mir nichts passiert. Nicht dass da eine verirrte Ome hereingekommen wäre. Oder schlimmer, die hübsche vermutlich-Enkelin der Hausbesitzer...
Frisch gesäubert gab es wieder mal ein irisches Frühstück. Es gibt übrigens keinen grossen Unterschied zwischen englischem und irischem. Lediglich das Brot ist etwas anders. Die Iren legen keinen so grossen Wert darauf, relativ teueres Toastbrot in gleichschenkliche Pyramiden-von-der-Seite zu schneiden, sondern nehmen einfach Toast, am besten regelmässig-rechteckige Scheiben, und geben die ungeschnitten in einem Korb auf den Tisch. Dazu gibt es meist eine Art Vollkornbrot, dass mich sehr stark an die Grundschulzeit erinnerte, als wir Roggen und Weizen vom Feld gesammelt, mit Kaffeemühlen gemalen und daraus Brötchen gebacken haben. Nur hat das komische irre Brot einen seltsamen Nachgeschmack. Ich glaube, die haben kein Salz.
Gut gestärkt ging es in die Stadt und ins Internetcafe, in dem es nicht gut roch. Das Resultat ist ja bekannterweise weiter unten zu lesen. Nächstes Ziel war die Essotankstelle auf dem Weg Richtung Bunbeg am Ortsausgang von Donegal Town. Zu meiner grossen Überaschung machte sich eine junge Frau in einer Esso Uniform (ein dunkles Polohemd mit kleinem AUfdruck) auf, mein Auto zu betanken. "It's all right. I can help myself. Thank you." sagte ich zu ihr. Das schien sie zu überaschen. Mit einem "Are you sure?" zog sie beleidigt ab. Offenbar muss man in Irland erst einen Kurs im Auto betanken machen. Sie war wohl sehr stolz darauf, dass sie das kann. Ich frage mich nur, woher diese Tankstellenarbeiter wissen sollen, ob man Benzin oder Diesel will. Etwas anderes gibt es hier ja eh nicht. 95 Oktan oder Diesel. Mehr ist nicht. Ich betankte das Auto für sagenhafte 1,05 Euro/liter bleifrei und zahlte endlich einmal mit Karte.
Jetzt ging es nach Bunbeg, wieder ganz auf den Spuren von Tony Hawks. An dieser Stelle möchte ich einmal anmerken, wie schön die irische Landschaft ist. Das ist aber auch alles. Vom Wetter schwer enttäuscht fuhren wir durch Donegal County, einem Gebiet, das seinen Charme erst auspackt, wenn es richtig gut am Regnen ist. Dabei ist das Wetter hier echt komisch. Von einer Sekunde auf die andere giesst es wie aus Eimern und fünf Minuten später scheint wieder die Sonne, als ob nix gewesen wär. Dafür erstrahlen dann die Wiesen, Sümpfe und das Heideland, jeweils gespickt mit kleinen Seen, Tümpeln und Felsen, sowie bewohnt von unzähligen Schafen, in einem ganz besonderen Glanz. Da es, wie bereits erwähnt, in Donegal keine Ampeln gibt, hatten wir ziemlich freie Fahrt. Irgendwann bogen wir dann ab. Und landeten auf einer eher schmalen Strasse, die praktisch durchs nix führte. Wir folgten ihr für etwa 30 Minuten und konnten uns über die Geschwindigkeitsbegrenzung von 80km/h nur wundern, war es doch auf Grund der Hebungen und serpentinen-ähnlichen Kurven nicht möglich, schneller als 40 zu fahren. Bei uns wären die Strassen wohl mit 30 oder noch weniger gekennzeichnet. Aber die Strapazen lohnen sich. Die Aussicht ist überwältigend und nicht auf Fotos einzufangen. Als die sehr kleine Strasse später wieder in eine etwas grössere mündete, entschlossen wir uns spontan, in einem Pub, das, von 3 oder 4 anderen Gebäuden flankiert, ein Dorf zu bilden schien, einzukehren. Eine etwas billigere Cola als letztes Mal, die wir von einem etwa 16 Jahre alten Iren mit einem seehr harten Akzent serviert bekamen, später ging die Reise weiter. Wir erreichten am Ende der eher langen Strasse dann tatsächlich Bunbeg.
Unterwegs sahen wir aber noch eine Menge Schafe. Ich glaube, es gibt in Irland weitaus mehr Schafe, als Menschen. Irland hat etwa 6 Milionen Einwohner, aber bestimmt 30 Milionen Schafe. Und die armen Dinger stehen den ganzen Tag auf einer Weide rum, sehen nix anderes als die Landschaft, werden vollgeregnet und können einem echt Leid tun. Wenn dann mal ein Auto vorbeiführt, dann freuen sich die Schafe richtig. Aufgeregt mühen sie die gute Nachrichtig von etwas Abwechslung zu ihren Kumpanen, die sogleich herbeigelaufen kommen. Lediglich die Schafe, die sich auf der Strasse niedergelassen hatten, flohen vor uns. Da diese ja sowieso immer nur hart chillen, gehen sie wohl langsam zugrunde. Daher vermute ich mal, dass sie so hart gechillt hatten, dass ihnen unser lautes Metallica wohl doch etwas zu viel war. Die Schafe stehen eher auf Reggea. Da können sie dann so richtig dazu abchillen. Wenn sie dann zu lange zu hart gechillt haben, dann passiert das Unvermeidliche. Sie zerchillen. Das äussert sich bei Schafen darin, dass sie exoterm reagieren, weil sie zu viele Chillstoffe gebildet haben. Sie zerplatzen. Boom. Das hörten wir mehrere Male, wurden aber leider nicht Zeuge einer sollchen Zerchillung. Immerhin wissen wir jetzt, wie die Irren an die Zutaten für ihren Black Pudding kommen. Sie ernten die Lebern einfach vom Feld. So brauchen sie die Schafe nicht zu schlachten, denn irgendwann geht eh jedes Schaf hoch. Und runter kommen sie alle irgendwann...
Julien
Angekommen in Bunbeg bogen wir an der ersten Kreuzung ab um zum Hafen zu kommmen, an welchem auch das Bunbeg House sein sollte, in dem Tony bei seinem Aufenthalt hier nächtigte. Der Kurvenreichen Strasse für einige Minuten gefolgt, bis wir zum sogenannten Hafen kamen. Hafen. Naja, so hätte ich das nicht wirklich genannt. Okay, da war Wasser und da waren auch Boote, aber Hafen? Naja, soll mir recht sein. Auto abgstellt und entschlossen ganz locker ins Dorfzentrum zu laufen. Fehler. Das Dorf war dann doch irgendwie recht gross. Effektiv waren wir dann so zwei Stunden unterwegs. Haben nen Pub Food Burger gegessen und den Strand besichtigt. Da liegt ja das gestrandete Boot rum, zu dem man bei Ebbe gehen kann. Es war Flut. Wind. Und kalt. Dann regnete es noch. Blöd. Zurück zum "Hafen" und ins Bunbeg House rein. Zimmer genommen und mit dem Auto wieder zurück ins Dorf. Mussten noch einkaufen. Spar war das beste (einzige) was wir finden konnten. Da streunt man dann durch so einen Laden am Arsch der Welt, sucht verzweifelt nach Sparkling Water und plötzlich hört man etwas vertrautes. Mist. Deutsche. Sogar hier. Zwei männliche Deutsche, etwas älter als wir. Fahren auch rund um Irland. Aber mit Mietwagen. Luschen! Nicht ma in Bunbeg hat man Ruhe vor unseres Gleichen. Essen gekauft un ab ins B&B. Dort haben wir dann durch ausführliche Recherche herausgefunden, dass der Laden in dem wir uns zu dem Zeitpunkt befanden immer noch den gleiche Leuten gehörte, wie schon zu Tonys Zeiten, 1997. Da, wie wir dachten in dem Dorf nicht viel los sei, blieben wir lieber in unserem Zimmer und unterhielten uns lange. Irgendwann ging ich dann schlafen und Julien las noch ein wenig. Gut, es waren dann wohl so 200 Seiten. Er konnte nicht einschlafen. Wachte dann um 0230 Uhr auf, als Julien immer noch wach war, das Fernsegen genoss und dabei das Fenster aufmachte. Ich schlief einfach wieder ein.
Felix
Das Frühstück am nächsten Morgen war reichhaltig. Mit etwas, das wir als white pudding bezeichnet haben. Gebratene Leberwurst oder so. Pfui. Bunbeg Haus ist ziemlich gross. Mit etwa 20 Zimmern. Wir wurden von einem älteren Herrn bedient, dessen Akzent eher ungewöhnlich für Irland war. Hatten wir Andy getroffen? Als wir bezahlten, fragte ich die gute Frau, ob wir denn weniger bezahlen müssten, wenn wir einen Kühlschrank hätten. Ihr Gesicht heiterte sich auf und sie grinste uns an, fragte ob wir denn das Buch gelesen hätten. Dann kam ihr Mann vorbei. Natürlich war es Andy. Wir sprachen mit ihm. Er zeigte uns sein Buch aus der Erstauflage und ein von Tony signiertes deutsches Exemplar. Whoa. Dann bat er quasi darum, unser Buch signieren zu dürfen. Ich liess ihn gewähren. Er erzählte uns, dass Tony vor 2 Jahren wieder bei ihm war. Und dass er jetzt ein Boot besässe und Tony mit diesem in 20 Minuten nach Tory Island gebracht hatte. Whoa. Welch Dramatik. Wir machten ein Foto. Eigentlich machte es seine Tochter. Die ist übrigens in der aktuellen englischen Ausgabe des Buches auf dem Foto von Bunbeg House auch zu sehen. Ganz rechts.
Dann machten wir uns auf den Weg. Noch einmal runter zum Strand. Das Schiffswrack besuchen, denn am Tag zuvor kam gerade die Flut. Wir liefen runter zum Strand. Der Mast des Schiffes ist inzwischen umgeknickt. Aber es ist trotzdem ein tolles Wrack. Leider begann es dann zu regnen. Immer stärker. Wir waren klatschnass als wir das Auto erreichten und hineinsprangen. Im Vorbeilaufen bemerkten wir, dass das Auto neben unserem, ein VW Bus, ein deutsches Kennzeichen hatte. Freiburg. NEIN! Das darf nicht sein. Noch mindestens zwei andere Gruppen Deutsche in Bunbeg. Am Arsch der Welt. Warum wir? Ich verstehe die Welt nicht mehr.
Gut durchgenässt fuhren wir nach Sligo. Das dauerte einige Zeit. Relativ lange eigentlich. In Sligo fuhren wir herum. Gar nicht so einfach das. Denn die Stadt testet grade ein experimentelles Verkehrssystem. Das totale Chaos. Wir suchten ein B&B und wurden alsbald fündig. Ein schöner Raum bei scheinbar ganz netten Leuten für weniger als bisher. Dann fuhren wir wieder Richtung Stadt. Und gingen ins Kino. In Sin City. Juhu. Ein sehr geiler Film. Sehr stylisch. Sehr kutlig. Sehr ab 18. Und nur 4 andere Leute im Kino. Davon zwei jung und weiblich. Und die setzten sich genau zu uns. o.O.
Jetzt ist es morgens. Wir schliefen gut. Und wir frühstückten gut. Doch dann warf an uns quasi raus. Denn man wollte saubermachen. Felix lenkt gerade das Auto durch Sligo zu einem Parkplatz. Dann werden wir diesen Text hochladen und Sachen kaufen.
Julien
von Julien am 20.07.2005 um 12:20h GMT in Sligo Town, Sligo County, Cygo Internet Cafe. Kommentare (1)
Update-Betriebsanweisung
von Julien am 18.07.2005 um 10:37h GMT in Donegal Town, Blueberry Cybercafe. Kommentare (8)
Hier sind wir wieder! Noch besser als zuvor. Mehr Text. Mehr Foten. Mehr Text. Mehr Routen. Und zum ersten mal in der Geschichte von geektour.de gibt es jetzt !
Survival (ca. 6mb)
Back to basics (ca. 3mb)
Die folgenden Beiträge sind in der Reihenfolge ihrer Nummerierung zu lesen.
BTW sitzen wir gerade in einem etwas seltsamen Internetcafe in Donegal Town rum, das über einem Tea House (Bäcker?) ist. Und hier stinkt es ziemlich wiederlich.
Survival (ca. 6mb)
Back to basics (ca. 3mb)
Die folgenden Beiträge sind in der Reihenfolge ihrer Nummerierung zu lesen.
BTW sitzen wir gerade in einem etwas seltsamen Internetcafe in Donegal Town rum, das über einem Tea House (Bäcker?) ist. Und hier stinkt es ziemlich wiederlich.
von Julien am 18.07.2005 um 10:37h GMT in Donegal Town, Blueberry Cybercafe. Kommentare (8)
3. A ferry tail
von Julien am 18.07.2005 um 10:35h GMT in Donegal Town. Kommentare (1)
Betriebsanleitung: unten bei 1. anfangen zu lesen.
So da wir waren auf der Fähre. Für einen recht stattlichen Preis von knapp 200 Pfund. Wir wissen jetzt auf jeden Fall, welche Fähre wir nicht für den Rückweg nehmen. Nichtsdestotrotz war es eine schöne Ueberfahrt. Wir gaben uns eine DVD im Salon. Relativ dreist von uns, sich mit einem ab 18 gekennzeichneten Trash-Horror Streifen mitten zwischen die Kinder zu setzen. Dafür haben wir aber die Funktion von Untertiteln erfahren. Weil die blöden Kinder so laut waren, haben wir die Teile angemacht (die Subtitles, nicht die Kinder), und konnten so mitlesen, was der Held Elvis aus Bubba Ho-Tep an coolen Sprüchen von sich gab. Ein durchaus amüsanter Film, mit dem die Ueberfahrt wie im Fluge verging. OK, es war eine Katamaran-Fähre, deren Beladung dem Personal einige Schwierigkeiten bereitete, denn immerhin waren die Auten kreuz und qür im Schiff verteilt, einem Muster folgend, das wir nicht durchschauten. Es war nur klar, dass es keine Ufen gibt.
Was uns während unseres Filmes geschah, grenzt an kein Wunder, doch war es verwunderlich. Ein Honk mit vielen LUftbalonen lief durch die Gegend und machte Tiere für die ganzen lauten Kinder. Unsere Bitte nach Evil Horns verweigerte er, obwohl er selbst ziemlich lange Haare hatte und irgenwie voll scheisse aussah. Was für ein komischer Kerl. Beängstigend war aber nicht der Balonmensch, sondern die Tatsache, dass genau neben uns Deutsche sassen. Es ist verrückt. Wir werden verfolgt. Oder so. Da versucht man, der Zivilisation zu entkommen, und das einzige was einem begegnet sind nicht wilde Tiere, sondern ausgerechnet Deutsche wohin mach auch kommt. Hilfe. Draussen auf der Fähre, deren seitlich gelegenes Deck wir nach Abschluss unseres Films betraten, stellte Felix einmal mehr die Verschwörung seiner Haare mit dem Wind gegen ihn fest. Der Wind schreckte nicht davor zurück, die Haaren dermassen ranzunehmen, dass Felix die Sicht aufs Meer verwährt wurde. Und auch meine immer länger werdenden Haare nutzten die Gelegenheit, um einen Pakt mit dem Wind gegen mich einzugehen und flatterten herum wie blöd.
Schliesslich kamen wir an und verliessen die Fähre. Wo wir uns befanden, erfuhren wir erst, als wir MaoPoint anmachten, nur um herauszufinden, dass selbiges kaum Strassenkarten für Irland hat. *Schluck*. Aber gut, es blieb uns ja nichts anderes über, als trotzdem weiter zu machen. Wir waren also in Rosslare Harbour, einer eher kleinen Stadt, die wir schnell verliessen und Richtung, äh, woanders fuhren. Erfreut stellten wir fest, dass in Irland die Speedlimits in km/h angegeben sind. Die Strassen schienen auch breiter zu sein. Dafür sehen die Strassen hier ein klein wenig nach USA aus. Gelbe Randstreifen auf Landstrassen und viele rautenförmige gelbe Schilder. Dazu das gute Wetter. Man hatte fast das Gefühl, in Miami gelandet zu sein.
Wir landeten in Wexford. Wer die Fridgestory kennt, wird sich sicher an das Kapitel "in the doghouse" erinnern, das hier stattfand. Wir allerdings hatten nicht vor, in einer Hundehütte zu übernachten. Auch nicht für 13p. Stattdessen folgten wir den B&B-Schildern, die witzigerweise für jedes einzelne Etablisment zu existieren scheinen. Beim ersten war keiner zu Hause. Beim zweiten stand, wie konnte es anders sein, ein deutsches Auto vor der Tür. Die haben uns doch tatsächlich unser Zimmer weggeschnappt. Wir wurden dafür aber mit einer geballten Ladung irischer Freundlichkeit konfrontiert. Die nette Dame, der das B&B gehörte, rief für uns eine Freundin an, um zu erfahren, ob sie wohl noch Platz habe. Sie war nicht zu Haus. Welch Wunder. Die Suche ging also weiter. Sie verwiess uns auf mehrere B&Bs ausserhalb der Stadt und wir machten uns wieder auf die Suche. Der erstbeste Laden sollte unser sein, also bogen wir in ein grosses Tor ein und standen vor einem krass grossen Haus. Wir klingelten 2 mal und ein netter Mann mit seltsamem Akzent öffnete die Tür. Er zeigte uns einen schönen Raum und auf unser Zögern des Preises in Höhe von 80 Euren ging er sogar auf 70 herunter. Wir waren fündig geworden. Schnell holten wir unser Zeug und machten einen fatalen Fehler. Wir fragten ihn, wo man denn Essen könnte. Noch bevor ich fertig gefragt hatte, rief er in einem Hotel/Restaurant an, und wollte uns einen Tisch bestellen. So hatten wir das doch nicht gemeint. Wir suchten lieber selbst, also fuhren wir in die Stadt, parkten für 2,40 Euren für 2 Stunden und gingen auf die Suche nach einer Bank. Als wir eine gefunden hatten, besorgten wir uns neüs Eurogeld (echtes Geld!) und liefen zurück zum Chinesen. Dort gab es gutes Essen zu viel zu hohen Preisen. Mein Huhn Sechzuan kostete 13,50. Ohne Reis. Den muss man extra bezahlen. Und 2,40 Euren für ein kleines Wasser ist auch nicht grade günstig. Dafür warteten wir höchstens 5 Minuten auf unser Essen. Und es war sehr gut. Aber halt teür. Wir trafen die Entscheidung, jetzt erst einmal zu campen, um Geld zu sparen, denn das war ein sehr teurer Tag, der schliesslich damit endete, dass wir im Fernsehen einen Auszug aus dem neün Harry Potter von J.K.Rolling höchstpersönlich vorgelesen bekamen. Was für ein Schrott. Aber der Rest war noch schlimmer, und wenn man schon einen Fernseher hat, dann muss man den ja auch benutzen.
Nach einem dicken Frühstück ging es am nächsten Tag erst einmal auf die Suche nach dem bereits erwähnten Hostel, in dem Tony Hawks in der Hundehütte gepennt hat. Das Hostel fanden wir, die Hundehütte nicht. Schade.
Julien
Damit war unser Aufenthalt in Wexford beendet. Wir schauten einmal kurz auf die Karte und spähten uns, aus eben genannten Gründen einen Campingplatz aus. Da wir eh gen Norden fahren wollten, kam uns der angeblich nördlich von Dublin liegende Ort Rush sehr gelegen. Dieses Mal lag es allerdings an mir unseren Weg zu finden. Ich sollte doch tatsächlich meine Linksfahrervirginität verlieren. Konnte ich das wirklich? War ich bereit einfach alles bisher gelernte zu misachten und auf der falschen Strassenseite zu fahren? Ich riss mich am Riemen und entjungferte mich sozusagen selbst, indem ich auf der Autobahn im Stau um Dublin rumschlich. Nach gefühlten Wochen des Wartens schafften wir es dann doch die Ursache für unseren Zeitverlust herauszubekommen - Geldgier der Iren. Die Mautstelle überwunden ging es wieder rasanter voran. Schnell waren wir an dem Ort angekommen, der für uns die Nacht als Bleibe dienen sollte. Nur fehlte irgendwie der Campingplatz. Doch so schnell geben wir natürlich nicht auf. Also alle kleinen Dörfer in der Nähe abgeklappert - Nichts. Was sollten wir nun tun? Gut, dachten wir uns, dann sparen wir eben an einem anderen Tag und suchen uns ein gemütliches Bed & Breakfast. Leider schien zu dem Zeitpunkt eine Conference in Dublin zu sein und alle von uns gefundenen B&Bs waren komplett belegt. Vier Stunden und gut zehn von jenen Schlafstellen später überkam uns ein leichter Hauch von Verzweiflung. Besser noch - Frust. Doch man sollte es kaum glauben, der Tag endete noch sehr gut für uns. Unsere Suche führte uns dann letzten Endes in eine kleine Ortschaft in der Nähe von Navan. Ein nettes Ehepaar hatte noch ein kleines Zimmer mit Doppelbett für uns über. Dieses wurde natürlich promt genommen. Für 60 Euro gehörte uns das Zimmer für eine Nacht.
Felix
So da wir waren auf der Fähre. Für einen recht stattlichen Preis von knapp 200 Pfund. Wir wissen jetzt auf jeden Fall, welche Fähre wir nicht für den Rückweg nehmen. Nichtsdestotrotz war es eine schöne Ueberfahrt. Wir gaben uns eine DVD im Salon. Relativ dreist von uns, sich mit einem ab 18 gekennzeichneten Trash-Horror Streifen mitten zwischen die Kinder zu setzen. Dafür haben wir aber die Funktion von Untertiteln erfahren. Weil die blöden Kinder so laut waren, haben wir die Teile angemacht (die Subtitles, nicht die Kinder), und konnten so mitlesen, was der Held Elvis aus Bubba Ho-Tep an coolen Sprüchen von sich gab. Ein durchaus amüsanter Film, mit dem die Ueberfahrt wie im Fluge verging. OK, es war eine Katamaran-Fähre, deren Beladung dem Personal einige Schwierigkeiten bereitete, denn immerhin waren die Auten kreuz und qür im Schiff verteilt, einem Muster folgend, das wir nicht durchschauten. Es war nur klar, dass es keine Ufen gibt.
Was uns während unseres Filmes geschah, grenzt an kein Wunder, doch war es verwunderlich. Ein Honk mit vielen LUftbalonen lief durch die Gegend und machte Tiere für die ganzen lauten Kinder. Unsere Bitte nach Evil Horns verweigerte er, obwohl er selbst ziemlich lange Haare hatte und irgenwie voll scheisse aussah. Was für ein komischer Kerl. Beängstigend war aber nicht der Balonmensch, sondern die Tatsache, dass genau neben uns Deutsche sassen. Es ist verrückt. Wir werden verfolgt. Oder so. Da versucht man, der Zivilisation zu entkommen, und das einzige was einem begegnet sind nicht wilde Tiere, sondern ausgerechnet Deutsche wohin mach auch kommt. Hilfe. Draussen auf der Fähre, deren seitlich gelegenes Deck wir nach Abschluss unseres Films betraten, stellte Felix einmal mehr die Verschwörung seiner Haare mit dem Wind gegen ihn fest. Der Wind schreckte nicht davor zurück, die Haaren dermassen ranzunehmen, dass Felix die Sicht aufs Meer verwährt wurde. Und auch meine immer länger werdenden Haare nutzten die Gelegenheit, um einen Pakt mit dem Wind gegen mich einzugehen und flatterten herum wie blöd.
Schliesslich kamen wir an und verliessen die Fähre. Wo wir uns befanden, erfuhren wir erst, als wir MaoPoint anmachten, nur um herauszufinden, dass selbiges kaum Strassenkarten für Irland hat. *Schluck*. Aber gut, es blieb uns ja nichts anderes über, als trotzdem weiter zu machen. Wir waren also in Rosslare Harbour, einer eher kleinen Stadt, die wir schnell verliessen und Richtung, äh, woanders fuhren. Erfreut stellten wir fest, dass in Irland die Speedlimits in km/h angegeben sind. Die Strassen schienen auch breiter zu sein. Dafür sehen die Strassen hier ein klein wenig nach USA aus. Gelbe Randstreifen auf Landstrassen und viele rautenförmige gelbe Schilder. Dazu das gute Wetter. Man hatte fast das Gefühl, in Miami gelandet zu sein.
Wir landeten in Wexford. Wer die Fridgestory kennt, wird sich sicher an das Kapitel "in the doghouse" erinnern, das hier stattfand. Wir allerdings hatten nicht vor, in einer Hundehütte zu übernachten. Auch nicht für 13p. Stattdessen folgten wir den B&B-Schildern, die witzigerweise für jedes einzelne Etablisment zu existieren scheinen. Beim ersten war keiner zu Hause. Beim zweiten stand, wie konnte es anders sein, ein deutsches Auto vor der Tür. Die haben uns doch tatsächlich unser Zimmer weggeschnappt. Wir wurden dafür aber mit einer geballten Ladung irischer Freundlichkeit konfrontiert. Die nette Dame, der das B&B gehörte, rief für uns eine Freundin an, um zu erfahren, ob sie wohl noch Platz habe. Sie war nicht zu Haus. Welch Wunder. Die Suche ging also weiter. Sie verwiess uns auf mehrere B&Bs ausserhalb der Stadt und wir machten uns wieder auf die Suche. Der erstbeste Laden sollte unser sein, also bogen wir in ein grosses Tor ein und standen vor einem krass grossen Haus. Wir klingelten 2 mal und ein netter Mann mit seltsamem Akzent öffnete die Tür. Er zeigte uns einen schönen Raum und auf unser Zögern des Preises in Höhe von 80 Euren ging er sogar auf 70 herunter. Wir waren fündig geworden. Schnell holten wir unser Zeug und machten einen fatalen Fehler. Wir fragten ihn, wo man denn Essen könnte. Noch bevor ich fertig gefragt hatte, rief er in einem Hotel/Restaurant an, und wollte uns einen Tisch bestellen. So hatten wir das doch nicht gemeint. Wir suchten lieber selbst, also fuhren wir in die Stadt, parkten für 2,40 Euren für 2 Stunden und gingen auf die Suche nach einer Bank. Als wir eine gefunden hatten, besorgten wir uns neüs Eurogeld (echtes Geld!) und liefen zurück zum Chinesen. Dort gab es gutes Essen zu viel zu hohen Preisen. Mein Huhn Sechzuan kostete 13,50. Ohne Reis. Den muss man extra bezahlen. Und 2,40 Euren für ein kleines Wasser ist auch nicht grade günstig. Dafür warteten wir höchstens 5 Minuten auf unser Essen. Und es war sehr gut. Aber halt teür. Wir trafen die Entscheidung, jetzt erst einmal zu campen, um Geld zu sparen, denn das war ein sehr teurer Tag, der schliesslich damit endete, dass wir im Fernsehen einen Auszug aus dem neün Harry Potter von J.K.Rolling höchstpersönlich vorgelesen bekamen. Was für ein Schrott. Aber der Rest war noch schlimmer, und wenn man schon einen Fernseher hat, dann muss man den ja auch benutzen.
Nach einem dicken Frühstück ging es am nächsten Tag erst einmal auf die Suche nach dem bereits erwähnten Hostel, in dem Tony Hawks in der Hundehütte gepennt hat. Das Hostel fanden wir, die Hundehütte nicht. Schade.
Julien
Damit war unser Aufenthalt in Wexford beendet. Wir schauten einmal kurz auf die Karte und spähten uns, aus eben genannten Gründen einen Campingplatz aus. Da wir eh gen Norden fahren wollten, kam uns der angeblich nördlich von Dublin liegende Ort Rush sehr gelegen. Dieses Mal lag es allerdings an mir unseren Weg zu finden. Ich sollte doch tatsächlich meine Linksfahrervirginität verlieren. Konnte ich das wirklich? War ich bereit einfach alles bisher gelernte zu misachten und auf der falschen Strassenseite zu fahren? Ich riss mich am Riemen und entjungferte mich sozusagen selbst, indem ich auf der Autobahn im Stau um Dublin rumschlich. Nach gefühlten Wochen des Wartens schafften wir es dann doch die Ursache für unseren Zeitverlust herauszubekommen - Geldgier der Iren. Die Mautstelle überwunden ging es wieder rasanter voran. Schnell waren wir an dem Ort angekommen, der für uns die Nacht als Bleibe dienen sollte. Nur fehlte irgendwie der Campingplatz. Doch so schnell geben wir natürlich nicht auf. Also alle kleinen Dörfer in der Nähe abgeklappert - Nichts. Was sollten wir nun tun? Gut, dachten wir uns, dann sparen wir eben an einem anderen Tag und suchen uns ein gemütliches Bed & Breakfast. Leider schien zu dem Zeitpunkt eine Conference in Dublin zu sein und alle von uns gefundenen B&Bs waren komplett belegt. Vier Stunden und gut zehn von jenen Schlafstellen später überkam uns ein leichter Hauch von Verzweiflung. Besser noch - Frust. Doch man sollte es kaum glauben, der Tag endete noch sehr gut für uns. Unsere Suche führte uns dann letzten Endes in eine kleine Ortschaft in der Nähe von Navan. Ein nettes Ehepaar hatte noch ein kleines Zimmer mit Doppelbett für uns über. Dieses wurde natürlich promt genommen. Für 60 Euro gehörte uns das Zimmer für eine Nacht.
Felix
von Julien am 18.07.2005 um 10:35h GMT in Donegal Town. Kommentare (1)
2. Rache ist Blutwurst
von Julien am 18.07.2005 um 10:34h GMT in Donegal Town. Kommentare (0)
Wenn man mal so spontan an Wales denkt, dann sollte man doch meinen, dass man Geld bekommen sollte, damit man dieses "Durchreiseland" betritt. Doch die Waliser scheinen da wohl anders über ihr Land zu denken. Wir mussten unglaubliche Summen aufbringen um die Grenze passieren zu dürfen. An sich eine recht hübsche Gegend, wenn nicht die exorbitant langen Namen auf diversen Schildern die Sicht auf jene versperren würden. Nach kurzem Umherirren in winzigen Dörfern fanden wir dann doch noch unseren Weg in die nächst grössere Stadt - Newport. Is nicht viel los dort. Aber ein Starbucks war zu meiner Überraschung und grossen Freude vorhanden. Leider schon geschlossen. Gerne hätte ich mir noch zu jener späten Stunde einen Koffeinschub verpassen lassen. Hiess es wohl die Stunden bis zum Morgengraün zu zählen um endlich einmal wieder in den Genuss eines guten Latte Machiattos zu kommen. Für guten Kaffee war also schon mal gesorgt. Nur B&Bs gab es keine. Nach einigen Erkundungsfahrten durch die Innenstadt und Fussgängerzonen - Kein Erfolg. Mal hier langgefahren, mal da abgebogen - plötzlich befanden wir uns wieder ausserhalb der Stadt. Mist. Wieder rein und nach einem kleinen Verfahrer standen wir plötzlich vor einem leuchtendem Schild - Bed and Breakfast. Von den Strapazen der Suche wie gelähmt, konnten wir dem äusserst schlechten Angebots des Inhabers - ich nenne ihn mal Arsch - nicht widerstehen. Wir mussten ganz gut Geld löhnen für einen scheiss Raum (nicht Ensuite), der genau über seiner Terasse war, auf der er meinte Grillen zu müssen. Es war an dem Tag allerdings so heiss, dass wir nicht einfach das Fenster hätten schliessen können. Toll. Ach, und Frühstück konnte er uns leider nicht machen. Er hat zwar erläutert, warum er dies nicht könne, das ging allerdings in seinem merkwürdigen Waliser Dialekt unter. Doch die Rache sollte unser sein. Während seine ach so tolle Grillparty in vollem Gange war, packten wir unser Notebook aus und hörten in gehobener Lautstärke gepflegt Heavy Metal. Hah. Die Runde ging dann wohl an uns. Am Morgen danach nutzen wir noch die Dusche neben unserem Raum, packten unsere Sachen, und entdeckten eine weitere Möglichkeit zur Rache. Das B&B verlassen, lieferten wir unser, nun um einen kleinen Löffel erweitertes Gepäck im Auto ab und gingen in die Innenstadt. Wir mussten ja frühstücken. Wenige Minuten nach unserer Flucht standen wir an dem einzigen Ort, an dem ich jetzt seien wollte - bei STARBUCKS an der Kasse. Einen Kaffee später hatte Julien drei Bücher und ich zwei DVDs gekauft. Schön. Aber was jetzt? Ich hatte schon eine Idee - wir hatten schon lange keinen Kaffee mehr getrunken. Schnell eingekehrt und bestellt. Genüsslich nippte ich an meiner Tasse Caramel Machiatto, als wir mit unseren Einkäufen bei STARBUCKS sassen und geektour.de aktualisierten.
Dann aber los nach Irland. Weg aus Newport. Wir mussten unserem nun düsteren, der Kriminalität gewidmeten Leben entfliehen und ein neüs auf der grünen Insel aufbaün. Doch schon früh versperrte uns ein Hindernis den Weg aus der Stadt. Ein Taxifahrer stand wild gestikulierend mit seinem Pkw genau vor uns. Was will der Affe denn? Wieso fährt der nicht rechts? Oh. Richtig. Schnell die Fahrbahn gewechselt und los. Einige Kilometer entfernt, standen wir nun mit unserem Mess-on-Wheels (so haben wir Juliens Karre getauft) in einer Schlange, um endlich auf die Fähre zu kommen. Unsere Lane konnte ein wenig weiterfahren. Wir kamen neben einem älteren Ehepaar wieder zum Stehen. Diese, zuvor mit vollgeöffneten Fenstern in ihrem BMW sitzenden Rentner, liessen binnen Sekunden ihre Fenster schliessen. Was sollte das denn? War das wegen uns? Stanken wir so sehr? Unbeeindruckt fuhren wir auf den Katamaran (schreibt man das so?). Weiter gehts einen Eintrag weiter oben.
PS: Ein Land weiter östlich musste ich feststellen, dass ich mein Duschkram in Wales vergessen hatte. Verdammt. Ein Punkt für den Arsch.
Felix
Dann aber los nach Irland. Weg aus Newport. Wir mussten unserem nun düsteren, der Kriminalität gewidmeten Leben entfliehen und ein neüs auf der grünen Insel aufbaün. Doch schon früh versperrte uns ein Hindernis den Weg aus der Stadt. Ein Taxifahrer stand wild gestikulierend mit seinem Pkw genau vor uns. Was will der Affe denn? Wieso fährt der nicht rechts? Oh. Richtig. Schnell die Fahrbahn gewechselt und los. Einige Kilometer entfernt, standen wir nun mit unserem Mess-on-Wheels (so haben wir Juliens Karre getauft) in einer Schlange, um endlich auf die Fähre zu kommen. Unsere Lane konnte ein wenig weiterfahren. Wir kamen neben einem älteren Ehepaar wieder zum Stehen. Diese, zuvor mit vollgeöffneten Fenstern in ihrem BMW sitzenden Rentner, liessen binnen Sekunden ihre Fenster schliessen. Was sollte das denn? War das wegen uns? Stanken wir so sehr? Unbeeindruckt fuhren wir auf den Katamaran (schreibt man das so?). Weiter gehts einen Eintrag weiter oben.
PS: Ein Land weiter östlich musste ich feststellen, dass ich mein Duschkram in Wales vergessen hatte. Verdammt. Ein Punkt für den Arsch.
Felix
von Julien am 18.07.2005 um 10:34h GMT in Donegal Town. Kommentare (0)
1. It is noice, isn't it? Noice, noice.
An einem schönen, sonnigen Morgen offenbarte sich uns folgendes: Möven sind scheisse! Die Mistviecher kacken einem alles voll. Nach Felix' Theorie, dass Möven am liebsten auf Objekte kacken, die die gleiche Farbe haben, wie sie selbst, müssten also alle englischen Möven rot sein und ein schwarzes Faltdach haben.
Über sollche Scheissthemen sinierend machten wir uns in die Innenstadt von Weymouth auf und waren im Internetcafe. Von dort aus begaben wir uns an den Strand, und flanierten filmenderweise an der Promenade entlang. Zu unserer grossen Freude gibt es in Weymouth weitaus weniger Omen.
Auf dem Weg durch Weymouth gingen wir in der Schule, in der ich damals die englische Sprache erlernt habe, vorbei, um Mr. Davies zu treffen. Der liegt aber leider im Krankenhaus, weil sein Staffordshireterrier ihn gebissen hat. Schade. Dennoch haben wir uns mit Mrs. Nash, der Lehrerin die mich bei meiner zweiten Sprachreise unterichtete, unterhalten. Ziemlich lange. Draussen vor der Schule sassen die Leader der wohl zwei oder drei Gruppen, die gerade dort sind. Fünf an der Zahl, davon vier in unserem Alter. Leider war kein männlicher dabei, mit dem wir uns unterhalten konnten, so mussten wir mit den ersten wirklich gutaussehenden Mädchen vorlieb nehmen, die wir bisher getroffen haben, und wurden mit den Missetaten der Kinder und Jugendlichen belohnt. Schliesslich mussten wir uns aber doch losreißen und gingen weiter zu den Stapeltons.
Bei selbigen trafen wir deren aktülle deutsche Sprachreisende, die zuvor nicht in der Schule gewesen waren. Richard und Martin aus dem Raum Berlin. 14 und 16 Jahre alt und beide schlecht in Englisch. Ziemlich schlecht. Wir sprachen ein wenig mit ihnen, natürlich auf Deutsch, und begleiteten sie dann in die Stadt. Auf dem Weg dorthin stellten wir fest, dass 14-Jährige ziemlich infantil sein können. "Raucht Ihr? Warum nicht? Warum ich rauche? Weil das... na cool ist. Und die anderen machen das doch auch. Aber erzählt's nicht den Leadern. OK?"
Julien
Der Plan war am Abend japanisch essen zu gehen. Guter Plan. War von Julien. So ziemlich alles, was mit Essen zu tun hat, entrpingt Juliens Hirn. Und da Juliens Hirn unbedingt meinte, dass wir noch gegen 0400h Mittagessen müssen, gingen wir in einen Laden in dem man Burger in sich geben kann. Wir bestellten also beide einen doppelten Quarterpounder With Cheese in Begleitung von ein paar Pommen und Salat mit nach Zwiebeln schmeckenden Zwiebeln. Dem Julien ist nämlich aufgefallen, dass jenes Gemüse im Land der Linksfahrer geschmackstechnisch nicht wirklich richtig konfiguriert zu sein scheint. Nach der Kaffeemisere hatten wir zu dem Zeitpunkt natürlich Angst, dass die Engländer wirklich alles Gute kaputt gemacht haben. Durch den korrekten Zwiebelgeschmack Wieder beruhigt, konnten wir unser Mal beenden und gemütlich von Dannen kugeln. Doch nach einigen Stunden des Nichtessens musste wir (zu meiner Überraschung auch Julien) feststellen, dass der Plan gekippt werden musste. Der nicht wiederkehrenden Hunger zwang uns förmlich dazu noch einmal das Kino zu besuchen. Auf dem Weg zum selbigen fanden wir uns plötzlich, wie vom Schicksal geführt in einem Amusement Laden vor einem DDR-Automaten wieder. Keine Frage, dass das Gerät getestet werdem musste. Nach grandiosen drei Tänzen konnten wir uns wieder losreissen und leicht nass zur Strandpromenade zurückkehren. Nachdem wir schon am vorigen Abend das Lichtspielhaus besuchten und uns Mr. & Mrs. Smith anguckten, fiel unsere Wahl auf Batman Begins. Da wir nach erfolgreicher Kartenerstehung noch einiges an Zeit hatten, setzten wir uns in das nächstgelegene Pub. Dort gönnte mir Julien sogar ein Bier. Jaja. Unglaublich besorgt um mein Wohlergehen bestellte er extra ein nicht so starkes. Nach der Waage zu urteilen, sehe ich glaub ich nicht aus, als könnte ich kein englisches Bier ab. Da es in dem Laden allerdings auch Karaoke gab war es dann doch vielleicht besser möglichst nüchtern zu bleiben. Einige Einheimische versuchten uns hartnäkig von einem Auftritt unserer Seits zu überzeugen. Glüklicherweise waren uns die Hände gebunden, da wir ja noch einen Film zu gucken hatten.
Felix
Der nächste Tag war geprägt von Aufbruchsstimmung. Es begann beim Frühstück. Das ältere Ehepaar am Nebentisch fragte uns erneut, von wo wir kommen und wann wir denn aufbrächen. Der Mann tat das noch in relativ verständlichem Englisch, doch die Ome schien etwas verwirrt zu sein, fragte sie uns doch, wie voll unser Flugzeug gewesen sei. Zumindest glauben wir, dass sie das fragte. "Hmmfullwssthäplaiiiine?" Am meisten verwundert wurden wir jedoch gegen Ende des Frühstücks, als man uns weiterhin eine gute Reise wünschte, denn der Mann fragte doch tatsächlich, ob wir denn auch der Meinung sein, dass die Wehrmachtsuniformen viel cooler aussahen, als die des Englischen Heeres, so wie er sie damals getragen hatte. So alt sind wir dann doch noch nicht.
Als nächstes ging es zu Garry und Lee Stapleton, um uns zu verabschieden. Man unterhielt sich noch ein bisschen, machte ein paar Foten und ging in einen Charityshop, um ein paar alte gebrauchte Bücher für < 1 Pfund zu kaufen. Und einen kleinen Kaffeetisch für Lee gabs da auch, denn sie hat ihren alten Couchtisch gegen einen Ikea-Flokati getauscht, dem eine gewisse Ähnlichkeit mit meinem Hund nicht zu verkennen ist. Schliesslich machten wir uns dann doch noch auf den Weg nach Stonehenge. Unterwegs sahen wir ein Schild mit einem English Heritage Zeichen. Eine gute Gelegenheit Felix' grade erst erworbene Mitgliedschaft auszunutzen. Es war natürlich irgendwie klar, dass genau neben uns ein Deutscher parkte. Das Schloss war allerdings nicht da. Stattdessen nur ein grosser Hügel. Und eine Menge Schafe. Achja, und der Eintritt war umsonst. Und kostenlos auch.
Von dort aus ging es weiter nach Stonehenge. Vor uns waren viele Autos und unter uns eine typische englische Strasse, qür durch die schönste Landschaft. Bis auf die diversen "Tank crossing" Schilder und die Rillen in der Strasse an diesen Stellen. Stonehenge selbst war crowded with people. Hauptsächlich Deutsche, wie wir schnell feststellen mussten, fanden wir uns doch bereits am Eingang mitten in einer Gruppe deutscher Sprachreisender wieder.
Zu Stonehenge selbst gibt es nicht all zu viel zu sagen. Vom Prinzip ein Haufen Steine, die wohl in den alten Druidenreligionen eine Rolle spielen. Es waren aber weder Nachtelfen noch Tauren da. Schade. Meine Theorie, dass es sich um einen Ufenlandeplatz handelt, haben wir schnell wieder verworfen, denn es gibt ja bekanntlich keine Ufen, wie wir demnächst mit diversen Aufnahmen beweisen werden.
Jetzt ging es weiter nach Bristol, um ein B&B zu suchen. Unterwegs kamen wir in der schönen Stadt Bath vorbei, in der es nicht nur schöne Häuser, sondern endlich auch mal schöne Studentinnen gibt. Aber wir hatten ja einen Zeitplan einzuhalten, also ging die Reise weiter nach Bristol zur Unterkunftsuche. Leider trug das keine Früchte. Die Jugendherberge war, wie erwartet, voll, und auch die B&Bs auf der Liste der Jugendherberge waren natürlich alle schon belegt. Das einzig andere erwähnenswerte bleibt der Linkslenker mit dem vertrauten Nummernschild und der Gruppe Deutscher darin. Man tauschte freundliche Worte aus und fuhr weiter. Ziellos durch Bristol. Nach einiger Zeit fassten wir kurzerhand den Entschluss, einfach weiter nach Wales zu fahren.
Leichter gesagt als getan, denn erst einmal mussten wir aus Bristol herausfinden. Es sah so aus, als befänden wir uns in einer absoluten Bonzengegend. Mehrere Meter hohe Hecken und Maürn mit Türmchen. Irgendwann fanden wir doch noch den richtigen Weg und fuhren sogleich über die grosse Brücke nach Wales. Und wie es von dort aus weitergeht, steht einen Eintrag weiter oben... ;)
Julien
von Julien am 18.07.2005 um 10:34h GMT in Donegal Town. Kommentare (0)
An einem schönen, sonnigen Morgen offenbarte sich uns folgendes: Möven sind scheisse! Die Mistviecher kacken einem alles voll. Nach Felix' Theorie, dass Möven am liebsten auf Objekte kacken, die die gleiche Farbe haben, wie sie selbst, müssten also alle englischen Möven rot sein und ein schwarzes Faltdach haben.
Über sollche Scheissthemen sinierend machten wir uns in die Innenstadt von Weymouth auf und waren im Internetcafe. Von dort aus begaben wir uns an den Strand, und flanierten filmenderweise an der Promenade entlang. Zu unserer grossen Freude gibt es in Weymouth weitaus weniger Omen.
Auf dem Weg durch Weymouth gingen wir in der Schule, in der ich damals die englische Sprache erlernt habe, vorbei, um Mr. Davies zu treffen. Der liegt aber leider im Krankenhaus, weil sein Staffordshireterrier ihn gebissen hat. Schade. Dennoch haben wir uns mit Mrs. Nash, der Lehrerin die mich bei meiner zweiten Sprachreise unterichtete, unterhalten. Ziemlich lange. Draussen vor der Schule sassen die Leader der wohl zwei oder drei Gruppen, die gerade dort sind. Fünf an der Zahl, davon vier in unserem Alter. Leider war kein männlicher dabei, mit dem wir uns unterhalten konnten, so mussten wir mit den ersten wirklich gutaussehenden Mädchen vorlieb nehmen, die wir bisher getroffen haben, und wurden mit den Missetaten der Kinder und Jugendlichen belohnt. Schliesslich mussten wir uns aber doch losreißen und gingen weiter zu den Stapeltons.
Bei selbigen trafen wir deren aktülle deutsche Sprachreisende, die zuvor nicht in der Schule gewesen waren. Richard und Martin aus dem Raum Berlin. 14 und 16 Jahre alt und beide schlecht in Englisch. Ziemlich schlecht. Wir sprachen ein wenig mit ihnen, natürlich auf Deutsch, und begleiteten sie dann in die Stadt. Auf dem Weg dorthin stellten wir fest, dass 14-Jährige ziemlich infantil sein können. "Raucht Ihr? Warum nicht? Warum ich rauche? Weil das... na cool ist. Und die anderen machen das doch auch. Aber erzählt's nicht den Leadern. OK?"
Julien
Der Plan war am Abend japanisch essen zu gehen. Guter Plan. War von Julien. So ziemlich alles, was mit Essen zu tun hat, entrpingt Juliens Hirn. Und da Juliens Hirn unbedingt meinte, dass wir noch gegen 0400h Mittagessen müssen, gingen wir in einen Laden in dem man Burger in sich geben kann. Wir bestellten also beide einen doppelten Quarterpounder With Cheese in Begleitung von ein paar Pommen und Salat mit nach Zwiebeln schmeckenden Zwiebeln. Dem Julien ist nämlich aufgefallen, dass jenes Gemüse im Land der Linksfahrer geschmackstechnisch nicht wirklich richtig konfiguriert zu sein scheint. Nach der Kaffeemisere hatten wir zu dem Zeitpunkt natürlich Angst, dass die Engländer wirklich alles Gute kaputt gemacht haben. Durch den korrekten Zwiebelgeschmack Wieder beruhigt, konnten wir unser Mal beenden und gemütlich von Dannen kugeln. Doch nach einigen Stunden des Nichtessens musste wir (zu meiner Überraschung auch Julien) feststellen, dass der Plan gekippt werden musste. Der nicht wiederkehrenden Hunger zwang uns förmlich dazu noch einmal das Kino zu besuchen. Auf dem Weg zum selbigen fanden wir uns plötzlich, wie vom Schicksal geführt in einem Amusement Laden vor einem DDR-Automaten wieder. Keine Frage, dass das Gerät getestet werdem musste. Nach grandiosen drei Tänzen konnten wir uns wieder losreissen und leicht nass zur Strandpromenade zurückkehren. Nachdem wir schon am vorigen Abend das Lichtspielhaus besuchten und uns Mr. & Mrs. Smith anguckten, fiel unsere Wahl auf Batman Begins. Da wir nach erfolgreicher Kartenerstehung noch einiges an Zeit hatten, setzten wir uns in das nächstgelegene Pub. Dort gönnte mir Julien sogar ein Bier. Jaja. Unglaublich besorgt um mein Wohlergehen bestellte er extra ein nicht so starkes. Nach der Waage zu urteilen, sehe ich glaub ich nicht aus, als könnte ich kein englisches Bier ab. Da es in dem Laden allerdings auch Karaoke gab war es dann doch vielleicht besser möglichst nüchtern zu bleiben. Einige Einheimische versuchten uns hartnäkig von einem Auftritt unserer Seits zu überzeugen. Glüklicherweise waren uns die Hände gebunden, da wir ja noch einen Film zu gucken hatten.
Felix
Der nächste Tag war geprägt von Aufbruchsstimmung. Es begann beim Frühstück. Das ältere Ehepaar am Nebentisch fragte uns erneut, von wo wir kommen und wann wir denn aufbrächen. Der Mann tat das noch in relativ verständlichem Englisch, doch die Ome schien etwas verwirrt zu sein, fragte sie uns doch, wie voll unser Flugzeug gewesen sei. Zumindest glauben wir, dass sie das fragte. "Hmmfullwssthäplaiiiine?" Am meisten verwundert wurden wir jedoch gegen Ende des Frühstücks, als man uns weiterhin eine gute Reise wünschte, denn der Mann fragte doch tatsächlich, ob wir denn auch der Meinung sein, dass die Wehrmachtsuniformen viel cooler aussahen, als die des Englischen Heeres, so wie er sie damals getragen hatte. So alt sind wir dann doch noch nicht.
Als nächstes ging es zu Garry und Lee Stapleton, um uns zu verabschieden. Man unterhielt sich noch ein bisschen, machte ein paar Foten und ging in einen Charityshop, um ein paar alte gebrauchte Bücher für < 1 Pfund zu kaufen. Und einen kleinen Kaffeetisch für Lee gabs da auch, denn sie hat ihren alten Couchtisch gegen einen Ikea-Flokati getauscht, dem eine gewisse Ähnlichkeit mit meinem Hund nicht zu verkennen ist. Schliesslich machten wir uns dann doch noch auf den Weg nach Stonehenge. Unterwegs sahen wir ein Schild mit einem English Heritage Zeichen. Eine gute Gelegenheit Felix' grade erst erworbene Mitgliedschaft auszunutzen. Es war natürlich irgendwie klar, dass genau neben uns ein Deutscher parkte. Das Schloss war allerdings nicht da. Stattdessen nur ein grosser Hügel. Und eine Menge Schafe. Achja, und der Eintritt war umsonst. Und kostenlos auch.
Von dort aus ging es weiter nach Stonehenge. Vor uns waren viele Autos und unter uns eine typische englische Strasse, qür durch die schönste Landschaft. Bis auf die diversen "Tank crossing" Schilder und die Rillen in der Strasse an diesen Stellen. Stonehenge selbst war crowded with people. Hauptsächlich Deutsche, wie wir schnell feststellen mussten, fanden wir uns doch bereits am Eingang mitten in einer Gruppe deutscher Sprachreisender wieder.
Zu Stonehenge selbst gibt es nicht all zu viel zu sagen. Vom Prinzip ein Haufen Steine, die wohl in den alten Druidenreligionen eine Rolle spielen. Es waren aber weder Nachtelfen noch Tauren da. Schade. Meine Theorie, dass es sich um einen Ufenlandeplatz handelt, haben wir schnell wieder verworfen, denn es gibt ja bekanntlich keine Ufen, wie wir demnächst mit diversen Aufnahmen beweisen werden.
Jetzt ging es weiter nach Bristol, um ein B&B zu suchen. Unterwegs kamen wir in der schönen Stadt Bath vorbei, in der es nicht nur schöne Häuser, sondern endlich auch mal schöne Studentinnen gibt. Aber wir hatten ja einen Zeitplan einzuhalten, also ging die Reise weiter nach Bristol zur Unterkunftsuche. Leider trug das keine Früchte. Die Jugendherberge war, wie erwartet, voll, und auch die B&Bs auf der Liste der Jugendherberge waren natürlich alle schon belegt. Das einzig andere erwähnenswerte bleibt der Linkslenker mit dem vertrauten Nummernschild und der Gruppe Deutscher darin. Man tauschte freundliche Worte aus und fuhr weiter. Ziellos durch Bristol. Nach einiger Zeit fassten wir kurzerhand den Entschluss, einfach weiter nach Wales zu fahren.
Leichter gesagt als getan, denn erst einmal mussten wir aus Bristol herausfinden. Es sah so aus, als befänden wir uns in einer absoluten Bonzengegend. Mehrere Meter hohe Hecken und Maürn mit Türmchen. Irgendwann fanden wir doch noch den richtigen Weg und fuhren sogleich über die grosse Brücke nach Wales. Und wie es von dort aus weitergeht, steht einen Eintrag weiter oben... ;)
Julien
von Julien am 18.07.2005 um 10:34h GMT in Donegal Town. Kommentare (0)
I NEED FRAPUCINO FOR MY BUNGHOLE!

Wir sitzen gerade in einem netten kleinen Laden namens STARBUCKS. Manchen wird es egal sein, manche werden sich ärgern, nicht auch da zu sein. Aufgrund eines nicht vorhandenen Frühstücks in unserem Bed &Breakfast waren wir gezwungen, nur Kaffee zu essen. Trinken. Viel Kaffee. Natürlich haben wir wie immer viel erlebt, also rechnet mit mehr ;)
von Julien am 15.07.2005 um 12:12h GMT in Starbucks, Newport, Wales. Kommentare (5)

Wir sitzen gerade in einem netten kleinen Laden namens STARBUCKS. Manchen wird es egal sein, manche werden sich ärgern, nicht auch da zu sein. Aufgrund eines nicht vorhandenen Frühstücks in unserem Bed &
von Julien am 15.07.2005 um 12:12h GMT in Starbucks, Newport, Wales. Kommentare (5)
Dover, Eastbourne und jetzt Weymouth - die Omen übernehmen England
von Julien am 13.07.2005 um 13:12h GMT in Weymouth. Kommentare (5)
Gestern musste ich leider feststellen, dass man englischen Kaffee möglichst meiden sollte. Wir saßen also bei unserem ersten Frühstück in England und dann kam die Frage: "Coffee or Tea?" Julien wählte, mir eine Erkenntnis voraus natürlich den Tee. Ich - kein Freund des Tees - entschied mich für die, zu Hause schon des öfteren genossene Köstlichkeit "Kaffee". Das war ein Fehler. Da hätte ich auch gleich Wasser mit einem wiederlichen Beigeschmack bestellen können. Aber gut. Man muss seine Erfahrungen machen. Nur Julien genoss mein Nicht-Genießen des, wie die Engländer das Gesöff nennen, Kaffees. Zudem kam noch eine weitere bittere Entdeckung hinzu - die kleinen Kännchen in denen hier die Flüssigkeiten serviert werden, haben sich gegen mich alleine verschworen. Das soll keine Ausrede dafür sein, dass ich die Teile nicht bedienen kann, sondern, dass sie nicht zu bedienen sind. Wobei ich sagen muss, dass mein Unterbewusstsein möglicherweise dazu beigetragen hat, dass ich nicht zu viel von der wässrigen Qual zu mir nehmen muss. Dabei fällt mir noch eine weitere Verschwörung ein, die ich aufzudecken in der Lage war. Meine sonst so loyalen Haare scheinen mit dem Wind ein Geheimabkommen gegen mich angefertigt zu haben. Kaum an der frischen Luft, sind sie nur durch die Kombination von Haargummie und Mütze zu bändigen. Verdammter Teufelspakt!
Da wir gestern Dover verlassen wollten, kamen wir nicht um eine Besichtigung des Dover Castles. Auch wenn Julien schon ein bekennendes English Heritage Mitglied ist und dadurch eh sämtliche Schlösser Englands kennt, guckten wir uns diese Anhäufung alter Steine (nicht böse gemeint) an. Hab mir natürlich auch gleich eine "Annual Membership" andrehen lassen. So komm ich immerhin kostenlos in die meisten Sehenswürdigkeiten rein. Während wir nun so die Burg untersuchen blieben wir vor einem Schild über Henry VIII stehen.
Henry VIII regularly moved between his palaces and castles to escape the smell.
Wie passend das auch unsere Reise beschreibt.
Felix
Am späten Nachmittag erreichten wir Eastbourne und fanden das "Hotel Marina", in dem wir sogleich einkehrten. Eine freundliche Inderin, die sehr zu Scherzen aufgelegt war, begrüsste uns. Auf unsere Frage hin, wo man denn am besten indisch essen könne, führte ihr Mann uns quer durch die Stadt zu einem kleinen Restaurant und erzählte unterwegs reichhaltige Details aus seinem Leben. So kommt er aus der Region Panjabi im nördlichen Indien und hatte einmal eine Freundin aus dem schönen Schwarzwald.
Im Restaurant angekommen, sahen wir uns mit einer viel zu grossen Speisekarte und viel zu geringer Kentniss des Inhalts derselben konfrontiert. Wir wählten also Gerichte mit hot und medium hot aus, was sich als gut erwiess. Chicken Vindaloo währe wohl nicht ertragbar gewesen.
Es scheint bei den Indern üblichen zu sein, zwar auf der einen Seite freundlich, auf der anderen aber total kalt zu sein. Der Bediente, der uns bediente, war höflich und zuvorkommend, aber weder sah er uns an, noch machte er einen selbstsicheren Eindruck. Nichtsdestotrotz war es ein gutes Essen, wozu noch folgendes zu ergänzen wäre:
"Wenns kalt wird, dann ist es auch nicht mehr so heiss." - Julien
Wieder im B&B angekommen schnappten wir uns die Fotokamera und machten uns ein weiteres Mal auf den Weg. Die Strandpromenade fotografierend liefen wir die selbige entlang, nachdem wir aus dem Fenster unseres Raumes beobachtet hatten, wie ein offenbar seeehr betrunkener Engländer im Laufen zwei mal auf den Gehweg vor unserem Hotel kotzte und dann schnell weiter ging.
Am Dienstag machten wir uns auf den Weg nach Weymouth. Unterwegs stellte das GPS-Dings leider seine Funktion ein und zeigte uns permanent irgendwo in der Mitte des Channels an. Machen die Amerikaner zufällig wieder Krieg und wir haben das noch nicht mitbekommen?
Irgendwo auf der Autobahn geschah etwas... naja, ungewöhnliches. Ein kleines Auto vollgestopft mit jugendlichen Engländern drängelte auf der rechten Spur hinter uns. Genervt gab ich nach und wechselte nach links. Als man uns überholte, sahen wir uns genötigt, den Engländern die Evil Horns zu zeigen, was bei denen wohl eine Art Euphorie ausgelöst haben muss. Auf einmal streckten sich uns an die zehn dieser Heavy-Metal-Bekenner-Zeichen aus dem Wagen entgegen - inclusive Köpfe mehrerer Engländer sowie heftigem Grinsen. Scheinbar sind doch nicht alle englischen Jugendlichen chavs. Zumindest mögen sie gute Musik.
In Weymouth angekommen besuchten wir einmal mehr die Staplettons, meine Gastfamilie von vor einigen Jahren und übergaben sogleich unsere Ladung, nämlich einen Haufen Bier und Essen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an meine Eltern sowie einen netten Gruss an Christian, der jetzt endlich was ordentliches zu tun hat ;)
Eine Unterkunft in Weymouth fand sich relativ einfach, doch wir gerieten einmal mehr an einen lustigen Gesellen. Es scheint sich beim Host dieses B&B um eine Art Altrocker zu handeln, der früher Autorennen und Ralleys gefahren ist. Sein unrasiertes Gesicht, die dunkle Kleidung und die langen Haare sowie seine Frage nach unseren Vornamen liessen Robby als einen sympatischen Gesellen in Erscheinung treten, dessen Haus vollgestopft ist mit kultigem Kram aus den 50ern und später. Ein Haufen Ralleyplakate teilen sich die Wände mit alten Werbetafeln aus Chrom und s/w Fotos aus den 70ern, beschriftet mit Sprüchen wie "Jesus goes to ralley", die ihn, natürlich mit langen Haaren, neben einem mit Werbung beklebten Ford Racing Car zeigen. Alles in Allem eine nette Umgebung, in der wir bis Donnerstag bleiben werden, um dann zu neün Abenteuern gen Stonehenge und Wales aufzubrechen.
PS: In Dover gibt es einige Rentner. In Eastbourne gibts es nur Rentner. Und in Weymouth ist es auch nicht besser.
Julien
Da wir gestern Dover verlassen wollten, kamen wir nicht um eine Besichtigung des Dover Castles. Auch wenn Julien schon ein bekennendes English Heritage Mitglied ist und dadurch eh sämtliche Schlösser Englands kennt, guckten wir uns diese Anhäufung alter Steine (nicht böse gemeint) an. Hab mir natürlich auch gleich eine "Annual Membership" andrehen lassen. So komm ich immerhin kostenlos in die meisten Sehenswürdigkeiten rein. Während wir nun so die Burg untersuchen blieben wir vor einem Schild über Henry VIII stehen.
Henry VIII regularly moved between his palaces and castles to escape the smell.
Wie passend das auch unsere Reise beschreibt.
Felix
Am späten Nachmittag erreichten wir Eastbourne und fanden das "Hotel Marina", in dem wir sogleich einkehrten. Eine freundliche Inderin, die sehr zu Scherzen aufgelegt war, begrüsste uns. Auf unsere Frage hin, wo man denn am besten indisch essen könne, führte ihr Mann uns quer durch die Stadt zu einem kleinen Restaurant und erzählte unterwegs reichhaltige Details aus seinem Leben. So kommt er aus der Region Panjabi im nördlichen Indien und hatte einmal eine Freundin aus dem schönen Schwarzwald.
Im Restaurant angekommen, sahen wir uns mit einer viel zu grossen Speisekarte und viel zu geringer Kentniss des Inhalts derselben konfrontiert. Wir wählten also Gerichte mit hot und medium hot aus, was sich als gut erwiess. Chicken Vindaloo währe wohl nicht ertragbar gewesen.
Es scheint bei den Indern üblichen zu sein, zwar auf der einen Seite freundlich, auf der anderen aber total kalt zu sein. Der Bediente, der uns bediente, war höflich und zuvorkommend, aber weder sah er uns an, noch machte er einen selbstsicheren Eindruck. Nichtsdestotrotz war es ein gutes Essen, wozu noch folgendes zu ergänzen wäre:
"Wenns kalt wird, dann ist es auch nicht mehr so heiss." - Julien
Wieder im B&B angekommen schnappten wir uns die Fotokamera und machten uns ein weiteres Mal auf den Weg. Die Strandpromenade fotografierend liefen wir die selbige entlang, nachdem wir aus dem Fenster unseres Raumes beobachtet hatten, wie ein offenbar seeehr betrunkener Engländer im Laufen zwei mal auf den Gehweg vor unserem Hotel kotzte und dann schnell weiter ging.
Am Dienstag machten wir uns auf den Weg nach Weymouth. Unterwegs stellte das GPS-Dings leider seine Funktion ein und zeigte uns permanent irgendwo in der Mitte des Channels an. Machen die Amerikaner zufällig wieder Krieg und wir haben das noch nicht mitbekommen?
Irgendwo auf der Autobahn geschah etwas... naja, ungewöhnliches. Ein kleines Auto vollgestopft mit jugendlichen Engländern drängelte auf der rechten Spur hinter uns. Genervt gab ich nach und wechselte nach links. Als man uns überholte, sahen wir uns genötigt, den Engländern die Evil Horns zu zeigen, was bei denen wohl eine Art Euphorie ausgelöst haben muss. Auf einmal streckten sich uns an die zehn dieser Heavy-Metal-Bekenner-Zeichen aus dem Wagen entgegen - inclusive Köpfe mehrerer Engländer sowie heftigem Grinsen. Scheinbar sind doch nicht alle englischen Jugendlichen chavs. Zumindest mögen sie gute Musik.
In Weymouth angekommen besuchten wir einmal mehr die Staplettons, meine Gastfamilie von vor einigen Jahren und übergaben sogleich unsere Ladung, nämlich einen Haufen Bier und Essen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an meine Eltern sowie einen netten Gruss an Christian, der jetzt endlich was ordentliches zu tun hat ;)
Eine Unterkunft in Weymouth fand sich relativ einfach, doch wir gerieten einmal mehr an einen lustigen Gesellen. Es scheint sich beim Host dieses B&B um eine Art Altrocker zu handeln, der früher Autorennen und Ralleys gefahren ist. Sein unrasiertes Gesicht, die dunkle Kleidung und die langen Haare sowie seine Frage nach unseren Vornamen liessen Robby als einen sympatischen Gesellen in Erscheinung treten, dessen Haus vollgestopft ist mit kultigem Kram aus den 50ern und später. Ein Haufen Ralleyplakate teilen sich die Wände mit alten Werbetafeln aus Chrom und s/w Fotos aus den 70ern, beschriftet mit Sprüchen wie "Jesus goes to ralley", die ihn, natürlich mit langen Haaren, neben einem mit Werbung beklebten Ford Racing Car zeigen. Alles in Allem eine nette Umgebung, in der wir bis Donnerstag bleiben werden, um dann zu neün Abenteuern gen Stonehenge und Wales aufzubrechen.
PS: In Dover gibt es einige Rentner. In Eastbourne gibts es nur Rentner. Und in Weymouth ist es auch nicht besser.
Julien
von Julien am 13.07.2005 um 13:12h GMT in Weymouth. Kommentare (5)
Getting start(l)ed
von Julien am 11.07.2005 um 11:18h GMT in Dover. Kommentare (4)
Gegen 13h mitteleuropäischer Zeit kam es auf der A40 Richtung Holland zum GAU. Das Notebook ging aus! Zielstrebig steürten wir, natürlich vollkommen ruhig, den ersten Parkplatz nach der niederländischen Grenze an. Dort wurde der Fehler gesucht. Schnell stellte sich heraus, dass die 12V 10A Sicherung, die den zusätzlichen Stromkreis absichert, noch in Ordnung war. Aber dennoch ging das Notebook nicht an. Weder mit Stromkabel noch ohne, und ohne Akku mit Kabel ging es auch nicht. Panik machte sich breit. Sollten wir etwa so früh schon gezwungen sein, abzubrechen? Denn ohne Karten wären wir total aufgeschmissen, und meine Fotografiersucht könnte ich mit 192 Megabyte an SD-Speicherkarten auch nicht ausleben. Was also tun? Wir suchten weiter fieberhaft den Fehler. Auch die Kühltruhe ist an diesem Kreis angeschlossen, und sie ging nicht mehr. Schliesslich fanden wir den Fehler. Der Doppelstecker war zerschmolzen. Aua. Ohne den Doppelstecker ging die Truhe aber noch. Schonmal Glück. Aber was war mit dem Notebook...? Immerhin ging das Notebooknetzeil noch. Und nach einigem Herumgefummel bekamen wir dann auch das Notebook wieder zum Laufen. Der Akku war komplett entladen, weshalb es nicht mehr anging und erst etwas laden musste. Ausserdem scheint, wie immer, in der herkömmlichen 12V Steckdose im Amaturenbrett ein kleiner Wackelkontakt zu sein, weil der Stecker sich nicht ganz versenken lässt. Jetzt sitzt das Notebook auf meinem Schoss, läd und kriegt ganz viele Streicheleinheiten. Und als erstes mache ich jetzt die akustische Benachrichtigung beim Umschalten auf Batteriebetrieb an. ;)
Julien
Salut. Im Moment befinden wir uns auf der Autobahn in Frankreich. Sieht nicht viel anderes aus als bei uns. Nur die Geschwindigkeitsbegrenzung nervt ein wenig. Trotz dessen rückt Calais stetig näher. Ich habe zu meiner Zufriedenheit auch schon geschaft einige Bruchstücke der Französischen Sprache zu übersetzen. Le Monsieur (Herr Steins) wäre stolz auf mich. Mein Chaufeur erinnert mich gerade, dass ich unbedingt erwähnen soll, dass wir nahezu problemlos durch Antwerpen gefunden haben. Gut. Wahrscheinlich nicht auf dem schnellsten Wege, jedoch ist es auch nicht ganz einfach durch eine grosse Baustelle zu kommen. Viele verrückte Brücken, Unterführungen, Tunnel und sonstige Hindernisse wollten uns an einem schnellen Vorankommen hindern, Vergeblich. Auf weiterer Fahrt in Belgien überholten uns plötzlich zwei Polizisten und signalisierten, dass ihnen gefolgt werden sollte - Panik! Nach einem unglaublich intensiven Schweißausbruch merkten wir glücklicher Weise, dass sie den überfüllten Belgier vor uns meinten, der auch sofort folgeleistete. Wieder ein Hindernis überwunden. Nur wo kann man in Calais Internet finden - Wir bleiben auf der Suche.
Felix
Internet fanden wir in Calais leider keins. So begaben wir uns aufs Schiff, welches wir für 98 Euro erstanden. Es liegt jetzt im Kofferraum. Auf dem Schiff begegneten wir einer Horde wildgewordener Kinder - natuerlich Deutsche. Wohl eine Sprachreise oder so ein Quatsch... :D
Aber auf dem Schiff gab es noch mehr zu entdecken. Wir waren gerade auf dem Weg zum Oberdeck, als wir den Megadrome passierten. Da stand sie:

Eine echte DDR Maschine. Tanzen deluxe. Die ersten 5 Pfund waren also schonmal gut angelegt. Wir zogen natuerlich eine Gruppe von begeisterten Zuschauern auf uns, aber darum geht es ja schliesslich. Die kleinen Maedchen (~12 Jahre, sahen aus wie 17, alle deutschsprachig) applaudierten uns freudig, als wir mit schweissgebadeten Koepfen den Tanzautomat verliessen. Die maennlichen Zuschauer (genauso alt) kommentierten ungläbig das Gesehene: "Die spielen doch bestimmt stündlich!" Und um das mal klarzustellen: Nein. Ich habe seit mindestens 3 Monaten nicht mehr auf einer Tanzmatte gestanden. Schade. Sonst h&aauml;tte ich bestimmt noch mehr geownt. ;)
Jetzt sitzen wir übrigens in einem netten Raum in Dover und planen den morgigen Tag. Aufstehen um 7. Frühstück um 8. Juhu.
Julien
Julien
Salut. Im Moment befinden wir uns auf der Autobahn in Frankreich. Sieht nicht viel anderes aus als bei uns. Nur die Geschwindigkeitsbegrenzung nervt ein wenig. Trotz dessen rückt Calais stetig näher. Ich habe zu meiner Zufriedenheit auch schon geschaft einige Bruchstücke der Französischen Sprache zu übersetzen. Le Monsieur (Herr Steins) wäre stolz auf mich. Mein Chaufeur erinnert mich gerade, dass ich unbedingt erwähnen soll, dass wir nahezu problemlos durch Antwerpen gefunden haben. Gut. Wahrscheinlich nicht auf dem schnellsten Wege, jedoch ist es auch nicht ganz einfach durch eine grosse Baustelle zu kommen. Viele verrückte Brücken, Unterführungen, Tunnel und sonstige Hindernisse wollten uns an einem schnellen Vorankommen hindern, Vergeblich. Auf weiterer Fahrt in Belgien überholten uns plötzlich zwei Polizisten und signalisierten, dass ihnen gefolgt werden sollte - Panik! Nach einem unglaublich intensiven Schweißausbruch merkten wir glücklicher Weise, dass sie den überfüllten Belgier vor uns meinten, der auch sofort folgeleistete. Wieder ein Hindernis überwunden. Nur wo kann man in Calais Internet finden - Wir bleiben auf der Suche.
Felix
Internet fanden wir in Calais leider keins. So begaben wir uns aufs Schiff, welches wir für 98 Euro erstanden. Es liegt jetzt im Kofferraum. Auf dem Schiff begegneten wir einer Horde wildgewordener Kinder - natuerlich Deutsche. Wohl eine Sprachreise oder so ein Quatsch... :D
Aber auf dem Schiff gab es noch mehr zu entdecken. Wir waren gerade auf dem Weg zum Oberdeck, als wir den Megadrome passierten. Da stand sie:

Eine echte DDR Maschine. Tanzen deluxe. Die ersten 5 Pfund waren also schonmal gut angelegt. Wir zogen natuerlich eine Gruppe von begeisterten Zuschauern auf uns, aber darum geht es ja schliesslich. Die kleinen Maedchen (~12 Jahre, sahen aus wie 17, alle deutschsprachig) applaudierten uns freudig, als wir mit schweissgebadeten Koepfen den Tanzautomat verliessen. Die maennlichen Zuschauer (genauso alt) kommentierten ungläbig das Gesehene: "Die spielen doch bestimmt stündlich!" Und um das mal klarzustellen: Nein. Ich habe seit mindestens 3 Monaten nicht mehr auf einer Tanzmatte gestanden. Schade. Sonst h&aauml;tte ich bestimmt noch mehr geownt. ;)
Jetzt sitzen wir übrigens in einem netten Raum in Dover und planen den morgigen Tag. Aufstehen um 7. Frühstück um 8. Juhu.
Julien
von Julien am 11.07.2005 um 11:18h GMT in Dover. Kommentare (4)
Jetzt geht's los...!
von Julien am 10.07.2005 um 08:35h GMT in Ricklingen. Kommentare (1)
Jetzt ist es endlich soweit. Wir stehen bei Felix in der Einfahrt und machen uns gleich auf den Weg. Nach Devese. Ich habe naemlich meine Badelatschen vergessen. Und aus Erfahrung weiss ich, dass das nicht gut ist. Nicht auf englischen Campingplaetzen. Christian kann ja ein 1337 davon singen.
Wir fahren jetzt auf moeglichst direktemWeg ueber, zwischen und durch Antwerpen, so befuerchte ich, nach Calais und von dort aus nach Dover.
Bis spaeter ;)
Wir fahren jetzt auf moeglichst direktemWeg ueber, zwischen und durch Antwerpen, so befuerchte ich, nach Calais und von dort aus nach Dover.
Bis spaeter ;)
von Julien am 10.07.2005 um 08:35h GMT in Ricklingen. Kommentare (1)
Ein neues Gesicht
von Julien am 05.07.2005 um 22:33h GMT in Ricklingen. Kommentare (4)
Herzlich Willkommen auf der neuen geektour.de!
Hier hat sich, wie man sieht, einiges getan - und das nicht ohne Grund. Geht es doch am Sonntag den 10. Juli wieder nach England. Und nach Ir(r)land. Allerdings nicht mit 8tImER, denn der hat jetzt endlich einen Ausbildungsplatz, und kann leider nicht mit. Statt dessen begleitet mich Felix. Aber zu uns später mehr.
Es erwarten den Leser wie gehabt spannende Berichte und atemberaubende Fotos sowohl aus dem - zumindest mir - bekannten England, als auch aus rosheen dove (gaelisch für: schwarze Rose, alter Name Irlands). In diesem Zusammenhang kann ich allen Lesern nur dieses Buch ans Herz legen. Das gibt es sogar auf deutsch und ist nicht minder lustig. Bei der Lektüre könnte man dann das eine oder andere wiederentdecken...
Wir melden uns, wenn es soweit ist. ;-)
Hier hat sich, wie man sieht, einiges getan - und das nicht ohne Grund. Geht es doch am Sonntag den 10. Juli wieder nach England. Und nach Ir(r)land. Allerdings nicht mit 8tImER, denn der hat jetzt endlich einen Ausbildungsplatz, und kann leider nicht mit. Statt dessen begleitet mich Felix. Aber zu uns später mehr.
Es erwarten den Leser wie gehabt spannende Berichte und atemberaubende Fotos sowohl aus dem - zumindest mir - bekannten England, als auch aus rosheen dove (gaelisch für: schwarze Rose, alter Name Irlands). In diesem Zusammenhang kann ich allen Lesern nur dieses Buch ans Herz legen. Das gibt es sogar auf deutsch und ist nicht minder lustig. Bei der Lektüre könnte man dann das eine oder andere wiederentdecken...
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von Julien am 05.07.2005 um 22:33h GMT in Ricklingen. Kommentare (4)
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